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Buchvorstellung: Kommunikations-Design als Marke

Ich möchte an dieser Stelle über noch ein Projekt (und eine Person) berichten, dem ich auf der Typo Berlin begegnet bin: Das Buch »Kommunikationsdesign als Marke« von Damian Gerbaulet. Es ist gerade im Norman Beckmann Verlag Hamburg erschienen.

Damian hat das Buch auf der Typo vorgestellt, ich hatte aber vorher schon längst beschlossen, das Buch besitzen zu wollen, allein aufgrund der Cover-Gestaltung und Veredlung. Das Cover ziert den Titel mit einer wunderschönen Handschrift, die zwar aussieht als wäre sie mit Tusche und Pinsel analog handgezeichnet, in der Tat aber alleine am Grafiktablett enstanden ist. Auch sonst spielt Typografie in dem Buch eine wichtige Rolle, denn Damian hat die Schriften in dem Buch vornehmlich selbst gestaltet.
Es gibt zu der Tusche-Schrift eine von ihm selbst entworfene Sans Serif mit dem Arbeitstitel »Jerbo« als Satzschrift. Und zur Hervorhebung einzelner Passagen wir die Handschrift »Scribbble« verwendet, die Damian liebevoll als »Sauklaue« bezeichnet, weil sie »so hässlich ist«. Die Scribbble ist darüber hinbaus aber unglaublich gut ausgebaut, es gibt für jeden Buchstaben sieben verschiedene Typen.

Das Buch enstand eigentlich als Diplomarbeit an der Hochschule Wismar und wurde von Prof. Holger Jung (JvM) betreut. Nach dem Studium hat Damian es weiter ausgearbeitet und sich mit der Frage befasst, inwiefern es für Design und Designer möglich ist, zur Marke zu werden. Er gibt Einblicke in die Geschichte der Corporate Identity und versucht mit dem Buch nach eigener Aussage »Markenprozesse« zu entzaubern. Er untersucht Dienstleistungsmarken und Personenmarken, geht auf Markenprozesse ein und stellt Interviews mit dem leider inzwischen verstorbenen Kurt Weidemann, Vier5, Stefan Sagmeister und Everybody’s Darling Eike König vor. Außerdem gibt er Fragekataloge mit, die Kommunikationsdesigner als Leitfaden für Ihre Arbeit benutzen können.
Das Buch ist eigentlich ein Lehrbuch, auch wenn es ganz und gar nicht so aussieht. Die Gestaltung ist hervorragend, manchmal so gut, dass sie vom Inhalt etwas ablenkt. Und ganz im Dmig-Sinn schwarz weiß gehalten.

Bevor ich die Links nochmal gesammelt zur Verfügung stelle, noch kurz ein paar Hintergrundinfos zu Damian selbst. Er ist freier Art Director und betreut mit seinem Büro mittelständische Unternehmen, arbeitet aber ebenso in großen Agenturen wie Leo Burnett.

Infos

Damians Vortrag auf der Typo in der Zusammenfassung
Der Gerbaulet
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