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Buchstabenmuseum, Berlin

15.10.2010 - 10:46

2005 haben Barbara Dechant (BD) und Anja Schulze (AS) sich entschieden alte Leuchtbuchstaben und Schriftzüge vor der Zerstörung zu bewahren und für die Öffentlichkeit zu erhalten und gegründeten das Berliner Buchstabenmuseum. Anja Schulze nahm sich etwas Zeit um ein paar fragen über das Projekt und die beiden Typofanatikerinnen zu beantworten.

1. Wie seit ihr auf die Idee gekommen das Buchstabenmuseum zu gründen?

Barbara hatte immer schon eine Leidenschaft für Buchstaben und Ich wollte schon immer mein eigenes Museum führen. Als wir uns kennen lernten war schnell klar, dass wir ein gemeinsames Projekt realisieren wollten. Nach einiger Überlegung gründeten wir einen E.V., das war 2005 offiziell der Startschuss für das Buchstabenmuseum.

2. Wie findet ihr die alten Buchstaben?

Wir gehen mit offenen Augen durch die Strassen und unser Blick schweift meist ein paar Meter höher herum. Wir reisen auch gerne in andere Städte und erfassen / dokumentieren besondere Schriftzüge. In der Zwischenzeit bekommen wir auch viele Tipps von unseren Mitgliedern, Freunden aber auch fremden Typobegeisterten, die von unserem Projekt gehört haben.

3. Was macht ihr beiden beruflich?

Barbara ist Kommunikationsdesignerin mit Schwerpunkt Markenentwicklung – ihr persönlicher Schwerpunkt liegt aber auf Typografie. Ich leite hauptberuflich die Pressestelle des Stadtmuseums Berlin.

4. Was ist euer Lieblings Schriftzug in eurer Sammlung?

BD — Mir gefallen einige unserer Schriftzüge und Buchstabe sehr gut und das variiert oft nach Tagesstimmung. Doch der Schuhe-Schriftzug ist mein liebster, es ist eine Schreibschrift aus den 50er / 60er Jahren und hat außenliegende Neonröhren. Das große S ist besonders schön geschwungen und man erkennt die Schreibrichtung an den Anfängen und Enden des Buchstabens.

AS — Stadtgeschichtlich interessant ist sicher unser H.A.U.P. vom heutigen Berliner Ostbahnhof (er wurde mehrfach umbenannt) Im Zuge der Umbenennung von Haupt- zu Ostbahnhof wurden lediglich die ersten vier Buchstaben ausgetauscht. Genau diese haben wir.

5. Was habt ihr für die Zukunft des Museums geplant?

Das wichtigste ist momentan für uns eine gesicherte Finanzierung, d.h. die Beschaffung von Geldern und Gewinnung von Sponsoren. Denn unsere Sammlung, aber vor allem auch das Interesse der Öffentlichkeit wächst sehr schnell an. Wir benötigen dauerhafte größere Räume und Mitarbeiter, die das Projekt kontinuierlich begleiten.

In nächster Zeit planen wir monatliche Projekte und Veranstaltungen: im November werden wir die Zierfische präsentieren und temporäre Räume dazu bespielen. Im Dezember haben wir eine Kooperation mit dem Hermann-Schmidt-Verlag Mainz. Am 10.12. haben wir dazu eine Veranstaltung in unserem Schaudepot. Die Macher des Typodariums, alle Designer sowie der HSV und wir werden anwesend sein.


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Phil

Schöne Idee. Ich teile die Leidenschaft für alte Leuchtreklamen ebenfalls. Werde demnächst mal vorbeischauen. Vielleicht auch gut als Fotolocation?

sandrina

Super schön. Würde gern auf dem modenews.zalando.de Blog darüber berichten. Darf ich hierfür auf euch verweisen und auf die Bilder zugreifen? Viele Grüße

Glenn Garriock

@ Phil – Fotolocation wäre auf jeden Fall genial!

@ Sandrina – Verweisen sollte kein Problem sein. Wegen der Bilder solltest du eher beim Buchstabenmuseum nachfragen als hier.

Philipp

Steht auch bei mir ganz oben auf der Agenda. Muss mir mal Zeit frei schaufeln und nach Berlin kommen.

Verlosung: Typodarium meets Buchstabenmuseum

[...] des Typodariums ins Gespräch zu kommen. Das Buchtabenmuseum haben wir vor einiger Zeit hier im Blog bereits vorgestellt, ein absolutes Schmankerl für alle Typografie-Fans, die Buchstaben gerne nicht nur gedruckt sehen [...]

Carsten

Rockt! Das merke ich mir für meinen nächsten Berlinbesuch im Januar vor.

Grüße

Carsten

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