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Die konstruierte Logotypografie des Ratibor Theaters visualisiert den Improvisationsgedanken durch die Darstellung, als wäre sie mit Klebeband geklebt. Farb- und Bildüberlagerungen stellen die unabdingbare Interaktion zwischen Schauspieler und Publikum dar. Um den radikal-anarchischen Charme des Theaters auf das Medium zu übertragen, wurde mit dem Siebdruckverfahren gearbeitet. Die Bildsprache definiert sich durch die abstrakte Darstellung von Fotografien der Impro-Schauspieler des Ratibor Theaters. Abgebildet wurden aus verschiedensten Szenen festgehaltene Momente. Da das Bühnenbild und die Requisiten auf das Wesentliche reduziert sind und die Schauspieler hauptsächlich mit ihrer Mimik und Gestik agieren, wurden die Fotografien freigestellt, um diesen Aspekt zu verstärken. Das Bildmaterial wurde in der Gestaltung in Relation zu Vorder- und Hintergrund gesetzt, um eine visuelle Bühne zu schaffen.
Gleichbleibende Farben wurden wegen des Improvisierens nicht festgelegt. Lediglich Kontraste wurden definiert. Das Ratibor bietet nur drei verschiedene Shows an. Wegen den Regieanweisungen des Publikums, ist jede Show einmalig. Auf der Rückseite des Plakates wurden die Geschäftsausstattung, Spielpläne, Visitenkarten und Eintrittskarten platziert. Durch das Siebdruckverfahren und die Platzierung der Druckmedien wird erreicht, dass jedes Druckmedium einmalig wird.
Benjamin Rheinwald
http://www.benwood.de









