60 Jahre Mercedes-Benz SL: Eine Legende von 1952 bis 2012

0 Comments Blog 04.04.2013 - 12:50 Uhr

Für jeden neuen Mercedes-Benz SL müssen sich die Designer des Unternehmens aufs Neue bemühen, dem großen Mythos gerecht zu werden. Seit 60 Jahren ist der SL die Sportwagenlegende schlechthin und ein Synonym für Sportlichkeit und Innovation. Angetrieben von hohen Erwartungen haben die Designer und Ingenieure von Mercedes-Benz immer wieder aufs Neue bewiesen, dass von Generation zu Generation eine Steigerung möglich ist.

Die Geburt

Die Geschichte des Mythos Mercedes-Benz SL begann im Rennsport. 1952 war der 300 SL („Gullwing“) der erste neu konstruierte Rennwagen von Mercedes-Benz nach dem Zweiten Weltkrieg. Durch das geringe Gewicht des Gitterrohrrahmens waren konventionelle Türen nicht verwendbar – der Mythos „Flügeltüren“ war geboren. Genauso eindrucksvoll wie das Fahrzeug ist seine Erfolgsbilanz: Beim ersten Rennen belegte es einen eindrucksvollen zweiten Platz. Es folgen vier Rennsiege in Bern, Le Mans, am Nürburgring und der Carrera Panamericana.

Die Legende geht weiter

Im Jahr 1954 wird der Erfolg fortgeführt. Mit seinem ungewöhnlichen Design kann der 300 SL Gullwing bei Sportwagenliebhabern rund um den Globus punkten. Die Serienproduktion hat das Fahrzeug dem US-Importeur Maximilian Hoffman zu verdanken, der davon überzeugt war, die USA hätten einen tollen Sportwagen von Mercedes-Benz nötig. Anfang 1954 feierte das Fahrzeug schließlich sein Debüt auf der New Yorker International Motor Sports Show. Als erstes Serienfahrzeug mit Viertaktmotor besaß es damals eine leistungs- und effizienzsteigernde Benzineinspritzung sowie eine Motorleistung von 215 PS, die eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ermöglichten – der 300 SL war der damals schnellste Serienwagen der Welt.

Die Zeit danach (1955–2012)

  • Sportlich, elegant, bequem und sicher – mit diesen Assen im Ärmel konnte der 190 SL neue Anhänger des sportlichen Fahrens erobern. Weniger leistungsstark als der grobe Bruder 300 SL ist er dennoch genauso faszinierend. Bis 1963 wurde er 25.881 Mal verkauft.
  • Ende der 1950er Jahre waren offene Zweisitzer gefragter wie je zuvor. Mercedes reagiert auf den Trend und brachte 1957 den 300 SL Roadster auf den Markt, der den legendären „Flügeltürer“ ablöst.
  • 1963 kombinieren die Ingenieure von Mercedes-Benz Eleganz mit kultivierter Kraftentfaltung. In Genf präsentierte das Unternehmen den 150 PS starken 230 SL mit Sechszylindermotor, der mit seiner klaren, unverwechselbaren Linienführung den 190 SL ablöste.
  • Acht Jahre später wird die Hinwendung zu Komfort und Leistung mit dem 350 SL fortgesetzt. Erstmals arbeiten acht Zylinder unter der Motorhaube. Der 3,5-Liter-Motor leistet 200 PS und beschleunigt in neun Sekunden von null auf Tempo 100.
  • Sportlichkeit und Dynamik in Kombination mit noch mehr Komfort bei gleichzeitig harmonischem Design – das vereint die neue SL-Generation aus dem Jahr 1989. Wie viele andere Generationen wird auch die Baureihe R 129 in Genf vorgestellt. 1993 erhalten alle Pkws von Mercedes neue Typenbezeichnungen, aus dem 600 SL wird der SL 600.
  • Im Sommer 2001 erfolgt ein Generationswechsel, ohne auf Tradition, Leistung, Sicherheit und Komfort zu verzichten. Die Weltpremiere des neuen SL R 230 fand in Hamburg statt. Im Vergleich zu den Vorgängern besitzt der neue SL immer ein festes Dach.

Mercedes-Benz SL heute

Auch die jüngste (siebte) Generation des Roadsters basiert auf jahrelanger Tradition, die mit unverwechselbaren, neuen Perspektiven und Visionen in Szene gesetzt wurde. Das Ergebnis ist eine ästhetische Gesamtqualität, die ihres Gleichen sucht.

Um Geschmack lässt sich bekanntlich Streiten. Als Mercedes die neuste Version des Kult-Roadster SL Ende 2011 vorstellte, schieden sich die Meinungen. Auffallend ist zunächst die komplett neue Front, die für viel Kritik gesorgt hat. Viele Zeitgenossen finden den steilen Grill, der dem Vorbild des SLS AMG entspricht, zu plump und dominant. Einige durchaus kreative Verbalinjurien bezeichneten die neue Front als „Nasenbär“ oder „Botox-Opfer“. Bei Mercedes war man dabei sehr stolz auf die neue Designsprache. Zugegeben, die steile Nase ist Geschmackssache, dafür können aber die neuen Scheinwerfer überzeugen, deren kastenförmiges Design an die 1980er Jahre erinnert.

Abgesehen von der neuen Generation begeistern auch die älteren Modelle nach wie vor viele Menschen. Zwar sind Mercedes SL Ersatzteile nicht unbedingt günstig, jedoch hält das Viele nicht davon ab, einen SL der älteren Generation zu besitzen. Erstaunlich, wie der Mythos Mercedes-Benz SL nach 60 Jahren stärker wie je zuvor ist.

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