Projekt

Kurdi – Ein Einblick in die kurdische Autonomie­bewegung, die Geschichte der Kurd*innen, ihre politischen Ziele und Sehnsüchte.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Blick auf eine erst jetzt wieder in die eurozentrische Wahrnehmung gerückte Bevölkerung, ihre Geschichte und Kultur, ihre politischen Ideale, ihre revolutionären Ansätze, aber auch ihre Herausforderungen zu öffnen. Das Zusammentragen von Inhalten sowie das Verständnis eines komplexen Zusammenhangs ist Kern der theoretischen Abhandlung und bildet die fundierte Grundlage für die bewusste gestalterische Aufbereitung.

In (West-) Kurdistan gibt es Entwicklungen zu einer neuen Form der Demokratie, bei der politische Partizipation in der Kommune und direkte Demokratie den Kern ausmachen. Es ist eine Chance für die Menschen und die Region,
Stabilität und Frieden herzustellen. Diese Entwicklung unterliegt nicht dem Einfluss äußerer Mächte, sondern erfordert transformatorische Prozesse innerhalb der Gesellschaft. Dass ein friedliches Miteinander verschiendener politischer und religiöser Perspektiven funktionieren kann, wird in Rojava zur Zeit unter Beweis gestellt.
Es sollte in unser aller Interesse sein, die Demokratie und den Frieden zu fördern und damit Fluchtursachen positiv zu begegnen. Diese schwierigen Prozesse sind in dem neuen Gesellschaftsmodell nicht nur möglich, sie werden bereits erfolgreich praktiziert.

Die gestalterische Vermittlung eines solchen, emanzipatorischen, hoffnungsvollen Projekts, auch für westeuropäische Reziepient*innen, könnte zu Aufklärung und einem Dialog beitragen. In Zeiten der großen Fluchtbewegungen, wird es immer wichtiger, auch die Perspektiven und Vorgänge der Krisenregionen zu verdeutlichen und zum Gegenstand der Auseinandersetzung zu machen. Hierzu soll das Verfassen dieser Arbeit sowie ihre ästhetische Umsetzung einen Teil beitragen.

Bachelorarbeit im Fachbereich Kommunikationsdesign an der HTW Berlin.

Text und Gestaltung
Clemens Schipper

Betreuung
Jürgen Huber