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5 Fragen an Rico Greb zum Thema Selbständigkeit

Antworten von Rico Greb

Welche Ausbildung hast du gemacht und wo?

Rico: Ich begann Architektur/Städteplanung an der BTU Cottbus zu studieren, merkte aber, dass mir das Zeichnerische und Gestalterische um einiges mehr liegt als bspw. Tragwerkslehre! Somit wechselte ich zum Grafikdesign, eine 2-jährige Ausbildung in Freital bei Dresden zeigte mir, dass ich mich damit auch auf dem richtigen Weg befinde. Gleichzeitig wuchs das Interesse mehr über Gestaltung zu erfahren und mich in diesem Bereich weiter auszuprobieren. So bin ich dann letztendlich beim Kommunikationsdesign-Studium in Würzburg gelandet, wo man von Film, Fotografie, Illustration, Grafikdesign bis hin zu Interaktiven Medien viele Möglichkeiten hatte. Sehr schöne Praxiserfahrungen konnte ich während des Praktikums bei der transmediale.09 sammeln.

Was hast du gemacht, bevor du als Selbständiger gearbeitet hast?

Rico: Ich habe schon während des Studiums vereinzelt Aufträge gehabt, was dann einfach immer so weiter gegangen ist, bis heute. Das war aber alles nicht so leicht wie es das Wort »einfach« klingen lässt.

Warum arbeitest du selbständig?

Rico: Ich hatte schon immer vor, früher oder später selbständig zu sein bzw. etwas mit Freunden zusammen zu machen. Natürlich spielt dabei auch für mich die Flexibilität und Unabhängigkeit im Arbeiten eine große Rolle. Über das Was, Wie und Wann selbst entscheiden zu können, hat für mich persönlich seine Vorteile. Es ist aber falsch zu glauben, weil man selbständig ist, wäre man in seinem Zeitmanagement und bei Entscheidungen vollkommen frei. Denn man hat ja meist Auftraggeber und steht somit auch in einer gewissen Abhängigkeit. Dennoch ist es ein gutes Gefühl, von eigenen Arbeiten leben zu können. Das war zwar nicht immer einfach, aber Geld ist auch nicht alles, erst recht kein Gradmesser für Zufriedenheit und Erfolg. Mich freut ein unterstützenswerter oder herausfordernder Auftrag/Kunde, ein positives Feedback oder ein Lächeln, ausgelöst durch meine Arbeit, generell mehr.

Was rätst du angehenden Designern und Kreativen, die sich selbständig machen möchten?

Rico: Spaß an Kreativität und Leidenschaft sind Grundvoraussetzungen für mich.
Erstmal ist jeder anders, hat andere Vorstellungen, Werte und Prioritäten. So ist es wichtig sich erst einmal selbst klar zu machen, was man wirklich will, und auch wer man eigentlich ist. So banal das klingt, nicht jeder ist dafür gemacht ständig Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen oder mögliche Durststrecken zu überstehen. Somit rate ich, ehrlich zu sich selbst zu sein und ebenso gegenüber dem Kunden. Vertretet eure Meinung, geht aber auch auf Wünsche ein. Habt Geduld und versucht es nicht persönlich zu nehmen, wenn es eine Absage gibt. Denn auch gute Entwürfe gewinnen nicht immer. Da darf man nie den Mut verlieren und muss an sich glauben. Ein kleines eigenes Projekt, auf das man Lust hat, kann da gut helfen, um das eigene Feuer am brennen zu halten. Man sollte sich auch bewusst sein, dass Kreativität harte Arbeit ist. Ebenso, dass viel Zeit in andere Bereiche investiert werden muss. Allgemein sind vorangegangene Arbeitserfahrungen sicher hilfreich, genauso wie ein gutes Netzwerk.

Wie kommst du als Selbständiger an (neue) Kunden?

Rico: Meist läuft das über vorhandene Kontakte, Bekannte und Freunde, aber auch durch meine bisherigen Arbeiten, die jemand irgendwo gesehen hat. Nach dem Studium hatte ich Arbeitsproben zu Agenturen und Büros geschickt, bei denen ich gern arbeiten würde. Daraus resultierte auch die ein oder andere Zusammenarbeit. Außerdem nehme ich gelegentlich an Ausschreibungen/Wettbewerben im Internet teil, woraus sich auch schon Folgeaufträge ergeben haben!

Ein manchmal entscheidender, wenn auch leider nicht beeinflussbarer Faktor, ist Glück. Auf das kann man warten, aber die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich größer, wenn man die Dinge anpackt bzw. anfängt. Auf geht´s!

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