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Freistil 5

Vor 11 Jahren wurde Freistil das erste Mal verlegt – ein Kompendium über Illustration, das die große Bandbreite der Illustrationskultur aufzeigt. Vier Ausgaben gab es, als letztes die pompöse Black Ausgabe, die 2009 erschien. Seitdem wurde es ruhig um Freistil in Printform. In diesen fünf Jahren hat sich einiges im Illustrationsmarkt getan. Neue Talente sind aufgetaucht, neue Techniken hielten Einzug. Die Zeit war also mehr als reif für ein Freistil 5, das gerade im Herrmann Schmidt Verlag erschienen ist.

Der Herausgeber Raban Ruddigkeit stand uns für ein paar Fragen Rede und Antwort.

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Was ist die Idee hinter Freistil?

Mein Vater Frank Ruddigkeit ist ein besonders guter Zeichner, Maler und Druck-Grafiker. So habe ich bereits mit der Muttermilch das Handwerkliche und Künstlerische aufgesogen und selbst eine zeitlang als Cartoonist, Comiczeichner und Illustrator gearbeitet. Irgendwann habe ich mich aus guten Gründen dagegen entschieden, vom Zeichnen zu leben. Doch meine Leidenschaft dafür war immer vorhanden. Ich denke, nur zeichnend können wir – die wir in der visuellen Kommunikation arbeiten – uns der Welt nähern. Schade, dass man noch immer zu glauben scheint, dass Photoshop und Co. das ersetzen könnten. Doch was dabei herauskommt, wenn man keine Ahnung von Proportionen, Perspektive, Licht und all den anderen natürlichen Phänomenen hat, sieht man dann immer wieder – vor allem in Photoshop …

Als ich dann vor etwas mehr als 10 Jahren den Relaunch von »Das Magazin« betreut habe, wollte ich dazu unbedingt neue Illustratoren einsetzen. Leider gab es jedoch nur Schuhkartons voller kopierter Heftchen, bei denen die Kollegen manchmal sogar die Telefonnummer vergessen hatten. So wurde Freistil geboren.

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Was ist das Besondere an dieser Ausgabe?

Der Verleger ertram Schmidt Friderichs und ich haben uns immer um besondere Einbände. Die erste Ausgabe hatte einen offenen Rücken, bei dem jeder einzelne Bogen mit einer Regenbogenfarbe bedruckt wurde, die zweite war bestickt wie ein Basecap.

Diesmal wurde von ihm ein gewebter Einband entwickelt, der extra in Spanien hergestellt wurde. Eigentlich für Espandrillas gedacht, gibt das verhältnismäßig grobe Material dem Cover einen ganz besonderen Zauber. Und berührt etwas, das beim Illustrieren eine große Rolle spielt – die Hand.

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Gerade ist nach fast fünfjähriger Pause die fünfte Ausgabe erschienen. Warum lag zwischen dieser und der letzten Ausgabe ein so großer zeitlicher Abstand?

Als wir angefangen haben, gab es außer ein paar Illustratoren bei der F.A.Z. eigentlich noch gar keine Szene. Deshalb waren die ersten Bücher überaus erfolgreich. So etwas ruft natürlich Nachahmer auf den Plan und ein paar Jahre später war der Markt dann schlicht übersättigt. Die immer gleichen Stile in immer ähnlicheren Büchern. Und digital wurde man auch noch von immer mehr Bildern bombardiert, die immer weniger bedeuteten.

Durch die fünfjährige Arbeit an Freistil-online konnte ich relativ genau beobachten, wohin sich die Illustration entwickelt, welche neuen Player/innen dazukommen, welches Niveau tatsächlich herrscht. Und da hatte ich irgendwann in den letzten Monaten das Gefühl, es könnte sich mal wieder lohnen, genauer hinzuschauen. Das ist auf ein Unterschied von Web und Buch; in einem Buch kann man wirklich alle Details sehen, vor allem wenn es so gut gedruckt ist, wie beim Verlag Hermann Schmidt Mainz.

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Mit Freistil-online.de gibt es auch ein digitales Pendant zum Buch. Was habt ihr mit der Seite vor?

Online wollen wir vor allem informieren, kommunizieren und interagieren. Denn die Szene wächst und wird stärker, je intensiver sie sich austauscht und vernetzt. Deshalb haben wir das gerade neu programmiert, luftiger gestaltet, für Smartphones und Tablets optimiert und sind nun gespannt, wie es mit dem Buch und seiner kleinen digitalen Schwester weitergeht.

Ich möchte mich in diesem Zusammenhang gern Frau Merkel anschließen; das Internet ist noch immer Neuland. Wir haben in den ersten 20 Jahren doch noch nicht mal angefangen, alle Möglichkeiten zu verstehen, die in diesem ersten globalen Medium stecken. Da wundert mich dann schon die nahezu spürbare Nervosität von Verlegern, Verbänden, Herstellern und vielen – durchaus auch jungen – Kreativen vor dieser neuen, unbekannten Situation. Ich denke, hier ist eine Bühne, die noch gestaltet werden will. Auch von Illustratoren!

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Freistil 5 — Das Buch der Illustratoren
Raban Ruddigkeit
432 Seiten mit über 500 farbigen Illustrationen
Format 17,2 x 24 cm
Hardcover mit eigens für Freistil gewebtem Textileinband
ISBN 978-3-87439-862-6
39,80 Euro
http://www.freistil-online.de

Verlosung eines Exemplars: ur Teilnahme einfach per Facebook-Kommentar eure Lieblingsillustratoren nennen. Auslosung um 24 Uhr. Gewinner: Niko Rudnik

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