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Adobe und der kreative Wandel*

Kürzlich lud Adobe zur Präsentation der neuen Creative Suite nach Berlin zu einem glanzvollen Event im Postbahnhof – der Adobe Creative Cloud Release. Dort wurden im Rahmen einer Kreativkonferenz die Neuerungen der Creative Suite vorgestellt – und das waren nicht wenige. Besonderen Fokus hat Adobe dabei auf das Zusammenspiel zwischen mobilen Geräten und Desktops gelegt. Und auch das Designen für mobile Anwendungen ist nun deutlich leichter, mit der Begleit-App Adobe Preview CC ist es nun während der Bearbeitung schon möglich das responsive Design für verschiedene Endgeräte zu überprüfen. Generell erlaubt es Photoshop nun mit Artbords zu arbeiten und responsive Designs in einem einzigen Dokument zu erstellen und zu bearbeiten, damit nähert es sich der Konkurrenz von z.B. Sketch deutlich an und geht weg vom reinen Bildbearbeitungstool, was es ja eigentlich auch schon lange nicht mehr ist.

Viele dieser Neuerungen mit Fokus auf das mobile Arbeiten gehen auf das Ergebnis einer Studie zurück, die Adobe in Auftrag gegeben hat, um die Anforderungen der eigenen Nutzer-Community besser zu verstehen. Die Ergebnisse der Studie lassen einen deutlichen Wandel im digitalen Arbeiten erkennen. Ein Großteil der Befragten betonte wie wichtig das mobile Arbeiten für sie ist: Ideen werden unterwegs spontan per Smartphone oder Tablet erfasst, Inhalte mit mobilen Anwendungen entworfen und dann am Desktop weiter bearbeitet. Dieses ortsunabhänige Arbeiten jenseits fester Büroplätze, das auch dem Zeitgeist entspricht (und das Aufkommen von immer mehr Co-Working-Spaces begründet) wird dabei von vielen Gestaltern als Kreativitäts-Boost geschätzt; ebenso wie die mobilen Lösungen der Plattformen wie Pinterest, Instagram, Facebook und Youtube – sie stellen für Designer eine wichtige Inspirationsquelle dar. Interessant ist, dass hier Dribbble und Behance nicht auftauchen, ich hätte diese beiden weit vorne in Punkto Inspirationsquelle gesehen.

Und auch wenn es sicher hier und da noch Verfechter von Quark Express und Freehand gibt, alles in allem ist die Kreativszene deutlich zukunftsorientierter und auf mobiles Arbeiten eingestellt (70% der Befragten gaben dabei an, bereits für Mobile gestaltet zu haben). Vom Pessimismus in der Branche nach dem New Economy Crash und der Printkrise ist nichts zu spüren. Generell sieht die Mehrheit der Gestalter diesen technologischen Wandel in jeglicher Hinsicht positiv und hat sich bereits darauf eingestellt: 82% arbeiten disziplinübergreifend, haben ihre Kompetenzen dementsprechend aufgestellt und wissen um das regelmäßige Weiterbilden in diesem Feld. Dadurch sind sich die Kreativen bestens ihrer Aufstiegschancen bewusst und glaubt, dass in Zukunft mehr Arbeitgeber auf Kreative setzen werden.

All das ist in die Weiterentwicklung der Creative Suite eingeflossen, sie wirkt deutlich moderner, zeitgemäßer und auf Benutzerbedürnisse angepasst, was für Adobe von großer Bedeutung war. Das Nutzerfeedback ist deutlich gewünscht und spielt eine große Rolle und floss in die Entwicklung mit ein.

Die Kreativkonferenz war dabei keine reine Produktvorstellung, obwohl natürlich die Updates im Fokus standen. In der Make It Area konnte man alle Anwendungen direkt ausprobieren, Mode-Studenten nähten von Gästen entworfene Motive auf Jute-Beutel, Top-Fotografen machten Portait-Fotos in bester Studio-Qualität, die auch direkt von Profis bearbeitet und ausgedruckt mit nach Hause genommen werden konnten (Eine beeindruckende Vorstellung der »Magic of Photoshop«).

Ein tolles Rahmenprogramm bildeten die Vorträge von Illustratoren wie Anja Nolte, die ihren Arbeitsprozess für ihr letztes Buch zeigte oder der (leider sehr kurze) Talk über digitales Sketchnoten von Anna Lena Schiller. Die ausgezeichnete kulinarische Versorgung und das Live-Taping der Klebebande, die die Gewinner-Motive des Wettbewerbs vor Ort illustrierten rundeten die Veranstaltung ab. Ein durchaus gelungener Event!

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