Projekt

Shutter Island – typografisch inszeniert

Wenn wir einmal ganz ehrlich sind, dann sind gedruckte Bücher total unpraktisch. Gut, dass es nun das E‑Book gibt. Aber trotz allen multimedialen Vorteile bevorzuge ich das gedruckte Buch. Wie also kann das Printbuch seine Daseinsberechtigung verteidigen? Anhand des Beispiels »Shutter Island« werfe ich mit Ihnen einen kleinen Blick in die Zukunft und wie faszinierend diese aussehen könnte. Tradition, Innovation und Qualität haben dabei oberste Prämisse.

So schlüpft der Leser in die Rolle des Protagonisten, den US-Marshall Teddy Daniels. Er und sein neuer Partner Chuck Aule untersuchen das rätselhafte Verschwinden einer Patientin, aus einer Psychiatrie für Gewaltstraftäter auf Shutter Island.

Der Leser wird mit deutlichen Hinweisen konfrontiert, die sich im Laufe der Geschichte mit Teddys Träumen und Erinnerungen mischen. Die Grenzen zwischen Realität und Scheinwelt sind fließend.

Das Hauptelement des Buches ist das Lesezeichen. Mit dessen Hilfe ist es dem Rezipienten möglich, sowohl auf frühere Ereignisse des Buches zurückzublicken, wie auch vorkommende verschlüsselte Botschaften zu dechiffrieren. Des Weiteren gibt das Lesezeichen einen Hinweis darauf, was Realität und was Scheinwelt ist.

Zusätzlich wurden Elemente, wie Kopfschmerzen oder Protokolle, typografisch inszeniert um Teddys Gefühlslage spürbar – ja fast greifbar – zu gestalten.

Abschlussarbeit
Städt. Berufsfachschule für Kommunikationsdesign
München

Konzeption, Gestaltung, Satz
Reiner Hofer

Betreuung
Bettina Kampe
Veronika Veit
Germar Wambach