Das Mobiltelefon – vom „Knochen“ zum Designobjekt

0 Comments Blog 01.12.2014 - 09:53 Uhr

Ältere Mobilfunk-Nutzer können sich noch gut erinnern, wie schwer und kantig die Mobiltelefone der ersten Stunde waren. Als Geräte noch im so genannten C-Netz arbeiteten, musste man gar kiloschwere Akkus mitnehmen, um unterwegs – beispielsweise im Auto – telefonieren zu können. Kein Wunder, dass vielfach Begriffe wie „Redeknochen“ gebräuchlich waren und die Geräte der ersten Stunde lange Zeit eher belächelt als ernst genommen wurden. Doch binnen weniger Jahre veränderte das typische Mobiltelefon sein Aussehen in dramatischer Weise. Und so sind heutige Smartphones regelrechte Designobjektive. Nicht selten lassen Hersteller namhaften Designern freie Hand bei der Gestaltung.

Anfangs futuristische Zukunftsmusik – heute nicht mehr wegzudenken

Diese optischen Veränderungen lassen sich nicht zuletzt dadurch erklären, dass die hierzulande als Handys bekannt gewordenen Geräte eben keine reinen Gebrauchsgegenstände mehr sind. Personalisierte Hüllen und Cover machen Mobiltelefone zu einem modischen Accessoire, was auch die Anbieter schon vor Jahren als zusätzliche Einnahmequelle erkannt haben. So gibt es Neuerscheinungen längst nicht mehr nur in einer einzigen Farbe, auch gibt es immer wieder Sondermodelle, mit denen sich Labels an die Zielgruppe mit spezielleren modischen Vorlieben wenden. Mancher Kunde gibt dabei für ein echtes Unikat gerne mal etwas mehr aus. Der Vorläufer unserer heutigen Mobiltelefone, für den der Erfinder und spätere Motorola Vize-Präsident Martin Lawrence Cooper aus Chicago verantwortlich zeichnete, brachte noch mehr als ein Kilogramm auf die Waage. Vorbild des nur über einen Akku mit einer 20-minütigen Laufzeit ausgestatteten Geräts war die weltweit erfolgreiche Serie „Star Trek“.

Handys können heute selbst designet und gebaut werden

Heute können Verbraucher nicht nur im Handel aus endloser Vielfalt von Produkten wählen. Auch Handys nach dem Ansatz „Do it Yourself“ sind keine Zukunftsmusik mehr, wie an dieser Stelle erläutert wird. So können sich Hobby-Kreative frei entfalten und ein Mobiltelefon designen, das es so wirklich nur einmal gibt. Ein wenig handwerkliches Geschick braucht es dann aber für die erfolgreiche Fertigstellung doch. Mit modernen Fräsen und 3-D-Druckern ist fast alles möglich. Aber wie sieht die inzwischen 25-jährige Geschichte des Mobiltelefons bis heute aus? Mit dem elitären Luxusobjekt früher Jahre haben Mobiltelefone jedenfalls nicht mehr viel gemein.

Fast zwei Jahrzehnte Geschichte der mobilen Kommunikation

Positiv jedenfalls ist zu vermerken, dass die Modelle in puncto Leistungsfähigkeit, Gewicht und Technik immer wieder neue Standards setzen. Ende der 1950er Jahre arbeiteten Hersteller mit eigenen Technologien, es brauchte einige Jahrzehnte, bis man sich auf gewisse Standards einigen konnte. Der Begriff „Knochen“ tauchte erstmals im Jahr 1992 auf, als Motorola das erste GSM-fähige Mobiltelefon in den Handel brachte, noch im selben Jahr zog der finnische Konkurrent Nokia nach. Motorola war auch das Unternehmen, dass 1973 das bis heute als den Mobiltelefon-Prototypen schlechthin geltenden „DynaTAC 8000X“ vorstellte. Damals noch mit langer Antenne und einem Gewicht, das stundenlanges Transportieren fast unmöglich machte. 1998 kam mit dem Nokia 5510 das aus Expertensicht erste massen- und serientaugliche Handy auf.

Die Entwicklung hin zum modernen Smartphone

Gerade beim Gewicht ergeben sich immer neue Entwicklungen im Sinne der User. Und das, obwohl Smartphones seit einiger Zeit wieder größer werden: Der technologische Fortschritt sorgt dafür, dass die Geräte dennoch leicht und immer leistungsfähig werden. Technische Meilensteine kamen im Jahr 2002 auf. In eben diesem Jahr veröffentlichte Sharp das erste Farbdisplay-Gerät, Ericsson brachte im gleichen Jahr erstmals ein Telefon mit farbigem Touchscreen auf den Markt. Die erste eingebaute Video-Kamera bot das Nokia 3650 im Jahr 2003. Was viele Interessenten nicht wissen: Smartphones gibt es schon seit 1993 – seit diesem Jahr gab es das Modell „Simon“ der Hersteller BellSouth und Nokia. Für viele der Start ins heutige Zeitalter: Das Jahr 2007, als das erste iPhone verkauft wurde. Das erste Android-basierte Smartphone stammte 2008 vom Hersteller HTC. Spätestens seit dieser Zeit ging alles ganz schnell: Handy wurden zum schicken täglichen Begleiter mit mobilem Internetzugang – seit 2010 zunehmend mit dem schnellen LTE-Standard. Inzwischen beweisen die Hersteller im Wettbewerb, dass es möglich ist, den Individualitäts-Ansprüchen potentieller Kunden trotz Massenfertigung ausreichend Spielraum zu bieten.

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