Die Kunstbranche im Wandel

0 Comments Blog 11.09.2014 - 14:41 Uhr

Wie die meisten anderen Branchen ist auch der Kunsthandel im Internet angekommen. Online-Auktionen machen den etablierten Riesen Konkurrenz und verringern die Hürden für Einlieferer und Bieter.



Jedem, der in der Kunstszene unterwegs ist, sind die Namen der renommierten Auktionshäuser geläufig. Zu nennen sind da natürlich Sotheby’s und Christie’s aus London, aber auch Lempertz aus Köln und das Dorotheum in Wien. Doch diese Größen des Kunsthandels sind längst nicht mehr allein auf dem Markt, junge Startups haben den Kunsthandel im Internet etabliert. Wie ernst muss die Kunstbranche diesen Wandel nehmen?

Nervenkitzel in exklusiver Atmosphäre

Der finanzielle Wert eines Kunstobjektes lässt sich nur schwer beziffern, letztendlich kommt es immer darauf an, wie viel ein Käufer bereit ist dafür auszugeben. Kunstauktionen sind ein geeignetes Mittel, genau das herauszufinden. Die wohl berühmtesten Auktionshäuser mit internationalen Einfluss residieren in London. Sotheby’s führte 1744 seine erste Versteigerung durch und auch das Haus Christie’s besteht bereits seit 1766. Die exklusive Atmosphäre bei den Versteigerungen ist am ehesten mit der in einem luxuriösen Kasino vergleichbar. Die Kundschaft ist bereit viel Geld einzusetzen und erhält mit etwas Glück den Gewinn in Form des begehrten Kunstobjekts. Der Nervenkitzel und die hautnahe Konkurrenz sind dabei inklusive.



Die Digitalisierung der Kunstauktionen


In den 90er Jahren begann ein langsamer Wandel im Kunsthandel. Wie fast alle anderen Bereiche hat sich auch die Kunstbranche in die Online-Welt ausgedehnt. Allerdings unterscheiden sich diese damals entstandenen Online-Auktionen deutlich vom traditionellen Auktionsgeschäft. Weder geht es dabei um Summen, die auch nur annähernd an die der klassischen Häuser heranreichen, noch gibt es eine fachgerechte Bewertung und Begutachtung. Diese Online-Auktionen sind darüber hinaus keine Versteigerungen im Sinne des § 156 BGB, bei denen der Vertrag mit dem Zuschlag zustande kommt.

Im September 2012 ging das Online-Auktionshaus Auctionata des gelernten Kunsthändlers Alexander Zacke online.


Traditionsbewusster Kunsthandel im Internet



Wie so manches erfolgreiche Startup der letzten Jahre, kommt auch ein ernstzunehmender Player am Kunstmarkt aus der dynamischen Berliner Gründerszene. Im September 2012 ging das Livestream-Auktionshaus Auctionata – des gelernten Kunsthändlers Alexander Zacke – online und im Dezember 2012 gab es bereits die erste Online-Live-Auktion mit behördlicher Genehmigung und nach dem Muster der traditionellen Häuser.

Gut 300 internationale Experten begutachten und bewerten die Exponate. Kunstinteressenten können weltweit per Livestream im Internet, über Telefon oder im hauseigenen Berliner TV-Studio mitbieten. Zwar wechselte erst letztes Jahr das Aquarell „Die liegende Frau” von Schiele für gut 1,8 Millionen Euro den Besitzer, aber noch reicht der Durchschnittspreis der Auktionen mit 11.000 Euro nicht ganz an Sotheby’s mit 15.000 Euro heran. Doch das wird sich spätestens dann ändern, wenn nicht nur die Käufergeneration, sondern auch die Verkäufergeneration im virtuellen Online-Handel angekommen ist.



Vielleicht geht durch die Livestream-Auktionen etwas vom Flair der klassischen Auktionshäuser verloren. Es werden jedoch auch Menschen erreicht, die sich bisher eher vom etablierten und nicht selten elitären Kunstmarkt ferngehalten haben. Die Zahl der Auktionen und der Angebote hat sich vervielfacht und Verkäufer bzw. Bieter aus aller Welt treten miteinander in Interaktion.



Premium-Auktionen im Internet sind heute keine Seltenheit mehr und mit dem Anstieg der internetaffinen Einlieferer werden die Versteigerungen weiter an Bedeutung gewinnen. Die spürbare Konkurrenz zu den Mitbietern wird ersetzt durch einen vereinfachten Zugang zu den Versteigerungen. Und was ist mit dem Nervenkitzel? Der ist bei einer Livestream-Auktion sicherlich nicht geringer!

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