Heiße Sache – 3D-Ofen produziert Glasdach

0 Comments Blog 02.09.2020 - 10:22 Uhr


Wer sich in seiner Umwelt umschaut, findet überwiegend Metall und Plastik. Insbesondere die 3D-Drucker zeigen sich im Trend und immer mehr Menschen greifen auf diese praktische, innovative und kreative Möglichkeit zurück, um Dinge aus ihrer Fantasie zu schaffen. Doch diese 3D-Drucker gibt es nun ebenfalls für Glas.



1.000 Grad Celsius ist alles andere als kühl. Dabei gab es gegossene, einfache Produkte aus Glas, schon vor mehr als 6.000 Jahren. Als erstes Land, das über das Prinzip des Glasdrucks verfügte, gilt Mesopotamien. Heute entwickeln Universitäten und Forschergruppen immer neue Möglichkeiten, Drucke zu kreieren. Der 3D-Glasdrucker vom Institute of Technology aus Massachusetts ist genau so ein Teil. Denn das G3DP-Verfahren ermöglicht es, mit Glas zu drucken.



Nicht verwechselt werden sollte das jedoch mit dem professionellen Glasdruck, der individuelle Glasdruck-Designs herstellt. Diese eigenen sich hervorragend für den Innenausbau, etwa für Trennwände aus Glas oder als Küchenrückwand. Auch im Möbelbau, etwa für Tischplatten oder als Schranktüren, kommen Experten auf diesem Gebiet zum Einsatz. Des Weiteren findet sich der Profi-Glasdruck ebenso in der Werbung, bei technischen Geräten, in der Industrie oder im Kunsthandwerk.



Bei dem hier erwähnten Verfahren, das in der Zusammenarbeit mit dem Department of Mechanical Engineering, der Mediated Matter Group sowie dem Glass Lab entwickelt wurde, handelt es sich vor allem um eine besondere Druckerkonstruktion. Denn der Drucker selbst kommt mit zwei Keramikkammern. In den an der Oberseite befindlichen Schmelztiegel wird das 1.100 Grad Celsius heiße Glas eingefüllt. Eine spezielle Düse, die eigens beheizt ist, führt das Glas dann in die zweite Kammer, welche der Brennofen ist. In dieser befindet sich die Druckplattform.



Im ersten Schritt jedoch muss erst einmal Glas rund vier Stunden erhitzt werden. Nach einer zweistündigen Ruhephase, um mögliche Luftblasen zu vermeiden, kann es in den Tiegel gefüllt werden. Zum Einsatz kommt dabei handelsübliches Kalk-Natron-Glas. Der Drucker führt den Glasdruck im Übrigen bei etwa 500 Grad Celsius durch. In der Brennkammer lässt sich nach dem Druck dann auch praktischerweise gleich die Abkühltemperatur regeln.



Dabei haben die Forscher es erstmalig geschafft, ein transparentes Endprodukt herzustellen. Um eine Nachbearbeitung kommt der Nutzer des hier genutzten Glas-3D-Druckers jedoch nicht herum. Scharfe Kanten oder das Polieren müssen manuell erledigt werden. Schließlich ist das Gedruckte aufgrund der Druckplattform aufgeraut. Einen Nachteil sehen die Wissenschaftler im Übrigen im Umstand, das ein Großteil der Schritte händisch erfolgen muss. Weder ist es möglich, den Druck automatisch beginnen zu lassen, noch, ihn so enden zu lassen. Auch ist ein automatisiertes Schneiden des Glasfilaments nicht möglich. Zudem formen sich sichtbare Unterbrechungen im Druck selbst. Diese entstehen, wenn das Glas im Schmelztiegel nachgefüllt wird.



Allerdings erhofft man sich in Zukunft mit einem aktiven Zuführungssystem deutliche Verbesserungen. Denn damit wäre es möglich, die Düse und deren Durchmesser zu verändern. Schließlich arbeitete das Gerät bei den ersten Tests noch mit der reinen Erdanziehungskraft. Ob damit in Zukunft auch im privaten Bereich ein Glasdruck realisieren lässt, muss abgewartet werden. Fakt ist, dass für den Glasdrucker bereits im Jahr 2014 ein Patent angemeldet wurde. Denn bis dato gab es nur zwei Möglichkeiten, Partikel bei hohen Temperaturen zu verschmelzen: SLS (Sintern), wozu Laser zum Einsatz kommen oder das selektive Schmelzen, kurz SLM.

Ähnliche Artikel

Abschied oder Aufbruch? Erste Gedanken zur Adobe Creative Cloud Funktionale Serifen? Designer = Schwamm. 10 Minutes Reading Time: Dumm und Dümmer Responsive Typography – Interview mit Oliver Reichenstein Die eigene Garage – viel mehr als nur ein Stellplatz für Fahrzeuge! So wichtig ist das Design für eine erfolgreiche Webseite So kreierst Du ein modernes Schlafzimmer Design 10 Ideen für das Büro, die die Produktivität anregen Verbessern Sie Ihr Home-Office mit dieser Ausstattung Kochen mit viel Design Designertische schützen – mit einer transparenten Tischfolie Twitch, YouTube und Co.: Der Aufstieg der Streamer Die Blockchain: Hier kommt sie in Deutschland schon zum Einsatz 5 Tools für optimierte Prozesse in einem Unternehmen Designermöbel: So machen sie das Zuhause zum Hingucker Designermöbel: Diese Stücke sind ein Muss Wohnen im Alter – Seniorengerechtes Wohnen mit Stil Bessere Vermarktung für Klempner: Diese 3 Tipps helfen! Der Beruf des CAD-Designers Mit frischem Design von der Masse abheben Arbeit als Designer Designer-Geschenke für Hochzeitspaare Content-Formate – Mehrwert für die Zielgruppe Modernes Hausdesign: Wer baut das schönste Haus? Die Bauhaus Innovation Die Entwicklung der Sportmode – zwischen Trend und Funktionalität Start in die Distribution deines Produkts Vorteil von Designer Möbel Der starke Wunsch nach Eigenheim mit Garten Gemütlich und stilvoll im Homeoffice: Tipps und Inspirationen Der erste Eindruck zählt – Was ist gutes Webdesign? Nachfrage nach Designer steigt: Welche Aufgaben Designer für Amazon Seller übernehmen können Effiziente Gestaltungsmaßnahmen von logistischen Abläufen Design Ideen für ein entspanntes Zuhause Sichtschutz durch Rollos im schönen Design Brandschutz ist auch auf Messen wichtig Spritzguss: Die Revolution aus Kunststoff Logodesign gehört in die Hände von Profis Umweltfreundlich drucken lassen auf Graspapier Die beliebtesten Werbegeschenke – Diese Präsente erzielen eine nachweisliche Werbewirkung Kreative Designs aus aller Welt: Heutzutage ein Kinderspiel Dark Academia & Light Academia – Social Media für Akademiker? Food-Design: So beeinflusst du den Geschmack Typografie in Berlin Möbel „Made in Germany“ – was spricht dafür? 3 technische Ausstattungen, die alle freiberuflichen Designer brauchen Die Zukunft im Netz – wie sich Unternehmen stets modernisieren Die Wohn-Trends der Zukunft Automobildesign – Perfektion in jedem Detail Wie man Design und Komfort im Schlafzimmer kombiniert Gutes Produktdesign ist mehr als eine gute Ästhetik Ästhetische Tisch-Designs von der Natur inspiriert Designorientierte Akzente bei der Gartengestaltung Made in Germany Erholsam schlafen – Inspiration für das Schlafzimmer Die Anwendungsgebiete der Vakuumtechnologie Grafikdesign — das Zusammenspiel von Kunst und Digitalisierung Zwischen Motion Design und Animationsfilm Edelsteine als Geldanlage und Altersvorsorge Der besondere Zauber von Briefen Freizeit im Freien – Outdoor-Erlebnisse als Ventil der Erholung Purpose Design – ökologisch, umweltfreundlich und sozial Designelemente bei der Gartengestaltung Stilvoller Blickfang für die Küche – Kaffeemaschinen im Design-Check Kunst der Gartengestaltung – Kreative Ideen verwirklichen Wünsche Wie das Treppendesign seit Jahrtausenden zwischen Optik und Nutzen changiert Modedesign im Wandel der Zeit Die Checkliste für einen garantiert perfekten Antrag! Yogastudio gestalten – Design für Klarheit und Entspannung Das Design der Werbegeschenke im Wandel der Zeit Interior Design – Räume optimal einrichten und gestalten Abgesichert als Freelancer? Webdesign aus Deutschland: Klare Formen und Minimalismus Zwischen Geschichte und Moderne: Design in Deutschlands Innenstädten Design in der Autobranche: Wie modernes Design den Verbrauch verringern soll Schmuck als zeitloser Klassiker Zeitloser Schmuck – für jede Gelegenheit das passende Geschenk Die Natur als neue Inspirationsquelle: Kreativblockaden überwinden Webdesign für eine erfolgreiche Website Möbeldesignerinnen aus Deutschland