Responsive Web Design – ein Segen und ein Fluch

0 Comments Blog 01.06.2017 - 10:25 Uhr

Gerne denken Webdesigner an die Zeiten zurück, in denen eine Webseite lediglich einem Formatanspruch gerecht werden musste. War das Design für einen 15-Zoll-Monitor optimiert, war die Arbeit auch schon erledigt. Doch mit der Revolution der mobilen Endgeräte hat sich die Landschaft für Webseiten grundlegend geändert. Im Jahr 2016 wurde das klassische Surfen im Internet am Desktop-PC von der Anzahl an Besuchen über Smartphones und Tablets erstmalig abgelöst – für Designer stellt dies eine neue Herausforderung dar. Wie also das Design auf ein winziges 5-Zoll-Diplay schrumpfen, ohne dessen Essenz zu verlieren? Die Antwort findet sich im sogenannten responsiven Webdesign.

Mehr Geräte erfordern individuelle Lösungen

Täglich finden sich im Dschungel der handlichen Mobilgeräte Neuerscheinungen. Es sind nicht mehr nur Smartphones und Tablets, mit denen das Surfen im Internet möglich ist:

  • Uhren
  • Fernseher
  • Automonitore

Entsprechend wird es immer schwieriger, Designs zu schaffen, die von sämtlichen Geräten voll unterstützt werden. Mit jedem Aufruf von allen Geräten muss es möglich sein, ein Design zu zeigen, das sich perfekt an das Medium anpasst.

Altes Design, neue Technik

Für neue Projekte ist das aktuelle Problem dabei geringer als für bereits bestehende Webseiten. Für ein neues Projekt kann man sich zum Beispiel eine Website erstellen lassen auf www.websitebutler.de. Das Berliner Unternehmen sitzt in der Hauptstadt an der Quelle für junge und engagierte Designer, die in der Lage sind, ein ansprechendes, responsives Design zu gestalten.
Besteht die Webseite bereits, ist der Aufwand anders gelagert. Es ist zumeist notwendig, das komplette Design neu auszurichten, um eine Kompatibilität zu allen Geräten zu sichern. Hier einen guten Designer zu finden, der diesen Berg von Arbeit zuverlässig angehen kann, ist nicht immer einfach.

Neue Anforderungen, neue Designs

Die Verbreitung des mobilen Surfens hat den traditionellen Weg der Erstellung eines Designs auf den Kopf gestellt. In der Vergangenheit wurde das Design auf die Plattform optimiert,auf der es hergestellt wurde – typischerweise ein Computer. Anschließend wurden Stil und Funktionalität angepasst, um auch Geräte mit kleineren Bildschirmen oder weniger Unterstützung für bestimmte Funktionen bedienen zu können.

Heute ist der Fokus von Anfang an globaler ausgelegt. Im Prinzip wird eine voll funktionsfähige Version einer Website geschaffen, die von Beginn an darauf ausgelegt ist, auf einer Vielzahl von mobilen Endgeräten unterstützt zu werden. Abhängig vom verwendeten Endgerät, kann es dabei zu Abstrichen einzelner Funktionen kommen.

Was muss unterstützt werden?

Es ist nicht immer notwendig, das Design für jede mögliche Plattform zu optimieren. In der Planung für das Design muss daher mit einbezogen werden, welche potenziellen User von welchen Plattformen kommen. Für bestehende Projekte ist dies durch eine einfache Datenanalyse schnell ermittelt. Kommen 95 % aller User über den Desktop-PC, stehen die Chancen sehr gut, dass die Nachfrage nach einem Online-Zugriff schlichtweg schwindend gering ist. Ob sich in diesem Fall die Umstellung als notwendig erweist, muss individuell abgewogen werden. Neue Projekte können sich auf Tools wie Test-Seiten oder Marktanalysen beziehen. Auch ein Blick zur Konkurrenz ist oft sehr hilfreich.

Welche Geräte brauchen spezielle Unterstützung?

Der Prozentsatz der Menschen, die Webseiten auf Mobiltelefonen besuchen, ist nun leicht über denjenigen für Desktop-Browser gestiegen.Somit gewinnt dieses Medium immer mehr an Bedeutung. Um zu ermitteln, in welchem Umfang das mobile Web-Browsing innerhalb einer Branche genutzt wird, ist es empfehlenswert, die Smart-Insights-Berichte über Mobile Marketing Statistics zu betrachten. Für die Designentwicklung ist zu beachten, dass das iOS-Betriebssystem in der Regel nur einen Browser verwendet und die Größen des Gerätes konstant sind. Im Vergleich dazu steht bei dem Betriebssystem Android eine Vielzahl von Browsern und Bildschirm-Dimensionen zur Verfügung, die bei der Entwicklung berücksichtigt werden müssen.

Für ein gutes Design ist auch zu bedenken, dass die Nutzer weitgehend mit Touch-Geräten und nicht Klick-Geräten arbeiten – dies beeinflusst das Userverhalten innerhalb des Designs maßgeblich.

Obwohl in den vergangenen Jahren die Zahl der Tablet-Verkäufe deutlich zurückgegangen ist, bieten diese Geräte noch immer eine signifikante Userbase, die auch in Zukunft relevant sein wird. Daher ist es von hoher Bedeutung, die zur Verfügung stehenden Bildschirmgrößen und Browseranwendungen zu berücksichtigen.

Hybridgeräte und Fernseher

Eine Kombination aus Deskop-PC und Tablet sind die sogenannten Hybridgeräte. Sie lassen sich in beiden Formen nutzen. Ein gutes responsives Design ist auf diesen Sonderfall vorbereitet. Während jeder einzelne Modus unabhängig von den anderen behandelt werden sollte, hat derUser im Idealfall die Möglichkeit, den Modus auch noch während des Webseitenbesuches zu wechseln, ohne dass es zu merklichen Veränderungen kommt.

Smart-TVs und verwandte Geräte wie Apple TV sind mit einem vereinfachten Web-Browser ausgestattet. Bisher werden diese Browser noch nicht weitläufig für das Surfen im Internet genutzt. Es ist aber davon auszugehen, dass sich dies in Zukunft verlagern wird. TVs haben zumeist sehr große Bildschirme, oft mit geringer Auflösung. Ein passendes Design muss in der Lage sein, diese Hürde zu meistern, ohne dass das Design an Funktionalität und Klarheit verliert.

Ein weiteres Topic, dass Designer aller Klassen beschäftigt, ist das interkulturelle Webdesign. Sind die Webseiten also auf die jeweiligen Plattformen optimiert, geht es daran, ein weltweit relevantes Design zu schaffen.

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