Fifty-Five Things. Perfektion und Prokrastination in der Leistungsgesellschaft

Info

In der modernen Beschleunigungsgesellschaft, die häufig von Selbstausbeutung und Leistungsdruck geprägt ist, wird es zunehmend schwieriger, einen gesunden Umgang mit Arbeits- und Freizeit zu pflegen. Um unter dem Diktat des enormen Perfektionsanspruchs nicht zusammenzubrechen, gilt es, eine ausgeglichene Balance zwischen aktiver Schaffenszeit und entsprechenden Mußestunden zu finden.


In meiner Thesis beleuchte ich das Phänomen der »Hochleistungsgesellschaft«. Ursachen, Hintergründe und Folgeerscheinungen von Perfektionswahn, Kontrollsucht und Leistungsimperativ werden hinterfragt, sowie unterschiedliche Wege und Effekte erleichternden Ausgleichs durch Muße und Entspannung auf Kreativität und Arbeitsalltag erklärt.

In Zuge dessen habe ich zwei Bücher gestaltet. Einen theoretischen Teil, in dem meine Thematik rein textlich abgehandelt wird, als auch ein praktisches Gegenstück: Um die Diskussion um Workaholism und konstante Prokrastination persönlicher Projekte und Freizeitaktivitäten aufzugreifen, wurde ein Booklet kreiert, in dem »Fünfundfünfzig Dinge, die man tun sollte, bevor man stirbt« vorgestellt werden – eine Erinnerung an all die einzigartigen, erinnerungswürdigen Momente im Leben, die man in vollsten Zügen genießen sollte, und ein Aufruf, wieder Mut zu fassen, etwas zu wagen und Ungewohntes auszuprobieren. Die wichtigsten und schönsten Aufgaben wurden mit Custom Letterings typographisch illustriert.

Marie Zieger
http://mariezieger.com