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Das flüssige Selbst – Adobe Stock Visual Trends

Gesellschaftliche Entwicklungen unterliegen immer Veränderungen, sogenannten Trends, die sich in allen Bereichen wiederfinden. Das gilt auch für Kommunikation und Visuelles. Mit der Serie Visual Trends 2018 betrachtet und beschreibt Adobe Stock visuelle Trends im Kommunikationsdesign mit Fokus auf Fotografie und Illustration.

© 170402673 – Adobe Stock

In diesem Artikel geht es um den Trend Das flüssige Selbst. Damit sind neue Identitäten gemeint und zwar die jenseits von Geschlechterfragen, Rassen, Ethnien oder Alter. Im Grunde geht es dabei also um eine Form von Freiheit, weil es sich mehr auf Personen und weniger auf »Rahmenbedingungen« von Menschen bezieht. Gerade die klassische Geschlechtereinteilung in männlich und weiblich gilt inzwischen längst als überholt, was sich z.B. in der Sprache oder der Mode zeigt.

© 159324329 – Adobe Stock

Besonders der letzte Bereich wird visuell inzwischen völlig anders aufbereitet als noch vor wenigen Jahren. Die Bildvermarkter reagieren auf den Trend und zeigen Frauen, die normale Kleidergrößen tragen, Kurzhaar-Frisuren und verschiedene Altersgruppen abbilden. Genauso ist es völlig legitim, geschminkte Männer zu zeigen oder Menschen, die weder in das eine noch das andere Geschlecht passen.

© Birgit Palma

Auch jenseits der Fotografie ist dieser Trend beispielsweise in der Illustration zu erkennen. Birgit Palma ist eine der Illustratorinnen, die diesen Trend in ihren Arbeiten aufgreift. Ihre Arbeiten lösen sich von gängigen Stereotypen und zeigen Vielfalt auf. Ihre Illustrationen sind stark von Meistern der Täuschung wie Dali oder Escher inspiriert. Die Objekte darin verschmelzen ineinander und sind vom Surrealismus geprägt. Das gilt sowohl für ihre typografischen Arbeiten als auch für die Illustrationen.

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Anastasia Kazakova greift das Thema fotografisch auf. Ihre Fotografien zeigen Personen, die alle auf ihre Weise schön sind, auch wenn sie nicht den klischeehaften Werbefotos entsprechen (oder vielleicht gerade deswegen). Für sie ergibt sich Schönheit aus dem Unvollkommenen und das macht ihre Bilder so besonders. Dennoch weiß sie als ehemalige Werbefotografin genau, was auf dem Markt funktioniert, und kann diesen mit ihren Bildern bedienen, aber dennoch als Archiv-Fotografin frei arbeiten.

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Mir persönlich sagt dieser Trend besonders zu. Ich begrüße sehr, dass die Gesellschaft sich von starren Bildern in jeglicher Hinsicht verabschiedet und sich auf die Vielfalt konzentriert. Die glatten Werbefotos haben mich immer schon gestört und als Designerin, die sich mit Adobe Photoshop auskennt, war mir auch immer klar, wie sie entstanden und dass sie nun mal nicht real sind. Ich finde es unglaublich erfrischend, normale Menschen und Diversität zu sehen: auf Werbeplakaten, in Zeitschriften, im Internet. Dass Stockanbieter wie Adobe Stock solche Fotos aufnehmen, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung der gesellschaftlichen Veränderung.

Der nächste Trend wird sich mit einem weiterem Zeitgeist Thema befassen: Multilokalismus, also dem globalen Dorf, in dem wir leben und wie das visuell bebildert werden kann.