Projekt

Fluchtatlas – Gefangen in der Freiheit

Flucht und Asyl – ein spannendes und zudem umstrittenes Thema. Was bewegt Menschen, ihre vertraute Heimat zu ver­lassen? Wie läuft eine Flucht ab? Was bedeutet Asyl eigentlich?

Persönliche Gespräche mit Flüchtlingen und umfangreiche ­Recherchen bilden die Basis der Arbeit. Sie soll einen Überblick über die Problematik geben, Vorurteile aus dem Weg ­räumen und dem Leser die Perspektive der Flüchtlinge näher bringen.

Im Gegensatz zu einem normalen Atlas steht der Fluchtatlas nicht für Freiheit, sondern für den unfreien Menschen, der gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen. In den Kapiteln Heimat, Flucht und Schutz begleitet der Leser die Flüchtlinge auf ihrem schier endlosen Weg. Klare Grafiken verdeutlichen das Ausmaß des Problems, emotionale Bilder und Einzelschicksale durchbrechen das Raster und schaffen Nähe und Empathie.

Im Fluchtatlas werden Elemente eines herkömmlichen Atlanten übernommen, verändert und auf das Thema Flucht und Asyl angewendet. Die subtile und zurückhaltende Gestaltung – Blindprägungen, kleingehaltene Schriften und dezente Farben – bilden zusammen mit den Rahmenelementen, Legen­den und klaren Infografiken das Fundament der Arbeit. Unsere persönlichen Kommen­tare in geschweiften Klammern regen zusätzlich zum Nachdenken an. Ein ständig ansteigender Maßstab zieht sich durch das gesamte Werk. Auf der letzten Seite wird er durch ein Unendlichkeitszeichen aufgelöst – metaphorisch für die nie endende Reise.

Ein Projekt von Laura Markert, Lilli Scheuerlein und Yvonne Moser

Betreut durch Professor Christoph Barth

Enstanden im Grafik-Design-Kurs “Visual Translation” (4. Semester) an der Fakultät Gestaltung Würzburg

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