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Roland Brückner

Berlinern oder Berlin-Besuchern mögen sie vielleicht hier und da bereits begegnet sein – die grünen Mumpelmonster-Hefte, die eine Zeit lang in Berliner Läden auslagen. Was zunächst wie ein Mitnehmartikel erschein, war bei genauerem Betrachten viel mehr als das: Eine monatlich wiederkehrende Kindergeschichte rund um das Mumpelmonster und seine Abenteuer. Das bezaubernde Wesen stammt aus den begabten Händen von Roland Brückner (der übrigens einer der produktivsten und vielseitigsten Illustratoren ist, die ich kenne), der uns die Geschichte dahinter hier näher vorstellen wird.

Wie entstand die Idee zum Mumpelmonster und was war die »Geburtsstunde«? Warum heißt es Mumpelmonster?

Ich musste schon häufiger Eltern enttäuschen, weil das Mumpelmonster nicht entstanden ist aus einer Serie von Gute-Nacht-Geschichten für meine Tochter oder als Alter-Ego aus meiner Kindheit. Es ist eine reine Konzeptgeburt. Ich wollte Kinderbücher machen, mich aber nicht an einen Verlag binden und habe mir dann dieses Gratis-Kinderbuch-Ding ausgedacht. Dafür brauchte ich eine Hauptperson und einen niedlichen Namen, der mit .de funktioniert. Ursprünglich konnte das Mumpelmonster Feuer spucken und hatte viel größere Flügel. Auch hieß es früher Mümmelmonster. Das war aber nicht webfähig.
Das war alles etwa 2008.

Monster und Kinder verbindet meist eine Hassliebe. Wie reagieren Kinder auf das Mumpelmonster?

Och, es gibt Monster und Monster. Ellijot, das Schmunzelmonster, oder Monsters Inc. sind ja auch Monster. Andererseits haben auch nicht alle Monster Lust, sich unter Kinderbetten auf die Lauer zu legen. Die meisten Kinder bemerken nur beim allerersten Kontakt, dass es sich bei Mumpel um ein Monsterchen handelt. Sobald dann klar ist, dass Mumpel normale Menscheneltern hat und eigentlich wie ein normales Kind ist, ist den Kindern das Äußere egal.
Kinder sind da eh sehr sweet. Sobald etwas Augen hat, ist es lebendig und dann wird recht schnell entschieden, ob es lieb oder »unlieb« ist. Eine Menge Jungen identifizieren sich auch mit den Autos aus Pixars »Cars« oder den Fischen in »Findet Nemo«.

Welche Absicht verfolgst du mit den Geschichten? Was sollen die Kinder aus deinen Geschichten mitnehmen?

Beim Schreiben achte ich sehr darauf ein paar Dinge nicht zu tun. Es darf beispielsweise keine Moral geben, die man in einem Satz erklären kann. So etwas wie »Lügen haben kurze Beine« oder »wahre Freunde schaffen alles« finde ich sehr, sehr doof. Die Mumpelgeschichten sind eher Alltagsanekdoten mit einer Priese Familienwahnsinn. An mehreren Stellen lachen die Eltern dann beim Vorlesen laut auf und die Kinder verstehen es nicht. An anderen Stellen lachen die Kinder.
Die Geschichten sollten auch immer etwas übrig lassen, damit die Kinder dann die Eltern fragen. So kommen Gespräche zustande und Wissen muss vom Vorleser vermittelt werden. Wenn also der fiese Feuerdrache eine Kette aus illegalen Downloads um den Hals trägt und toxische Derivate auf dem Rücken hat, ist das etwas, das Eltern zum Lachen bringt. Wenn sie es dann schaffen, ihrem Kind zu erklären um was es geht … Hut ab!
Was die Kinder konkret mitnehmen sollen, ist eher so ein Gefühl, dass man aus allem irgendetwas Lustiges oder Liebes machen kann. Unser Firmensatz ist auch »Sei lieb, nicht brav!«.

Zunächst gab es das Heft werbefinanziert gratis zum Mitnehmen, inzwischen ist es im Abo erhältlich, es gibt ein Hörspiel, Socken und demnächst sogar ein zweites Buch. Erzähl doch ein bisschen über die Erfolgsgeschichte des Mumpelmonsters …

Wir begannen mit einer 5000er Auflage nur im Prenzlauer Berg und wenigen kleinen Anzeigen. Immerhin trug der Verlag von Anfang an die Produktionskosten. Den Vertrieb machten wir einfach zu Fuß im Kiez. Nach ein paar Ausgaben waren wir bei einer 15.000er Auflage und hatten die Anzeigenseiten eigentlich immer gut verkauft, vor allem, weil die Läden, die die Hefte verteilten, ein unglaublich tolles Feedback auf die Hefte und auch die Anzeigen bekommen hatten. Als wir dann bei 20.000 Heften einen Preissprung machten, wurde es für diese kleinen Kiezläden schwieriger, die Anzeigenpreise zu bezahlen. Wir fragten viele Webshops an, die unsere Hefte in die Bestellungen legten. Das funktionierte alles sehr gut.

Wir legten noch eine Comicstreifen-Reihe auf und verkauften diese an mehrere Zeitungen. So kam die Zitty auf uns zu. Sie fanden die Geschichten zum Brüllen und wollten gerne ein Buch mit uns machen. Gleichzeitig meldete sich Universal und wollte mit deren Kinderhörbuchtochter »Karussell« ein Hörspiel aufnehmen. Alles super.
Aber dann erkrankte meine Kollegin, die die Anzeigenaquise leitete, und es war klar, dass sie nicht wiederkommen würde. Ich verdiene mein Geld ja auch nicht mit Mumpelmonstern, sondern mit einem Illustrations- und Animationsstudio (www.bitteschön.tv) und so schnell konnten wir keinen Ersatz finden. Also ließ ich die Anzeigen und stieg auf reinen Abo-Vertrieb um. Das läuft unerwartet gut und die Arbeit für den Vertrieb ist erheblich weniger. Durch das Buch und die CD haben wir auch gutes Marketing bekommen, was die Abozahlen steigen lässt und den Webshop voran bringt.

Trotzdem bin ich auf der Suche nach jemandem, der Marketing macht, oder bestenfalls den Vertrieb der Hefte und Verkauf der Anzeigen in seine Hände nimmt. Es wäre schön, irgendwann eine deutschlandweite Ausgabe zu haben.

Du bietest deine Hefte auch als PDF zum Download an Andere Illustratoren und Verlage handhaben das anders, sicher auch aus Angst vor Urheberverletzungen. Warum sind die Hefte für alle zugänglich und wie stehst du zum Umgang mit den Rechten an deinen Illustrationen?

Die Rechte sind ja geschützt. Es ist ja für niemanden möglich, aus den PDFs T-Shirt-Designs zu machen. Da habe ich auch keine Angst. Wenn eine liebe Mutti für ihr Kind ein Mumpelmonsterposter auf dem Farbkopierer ausdruckt, finde ich das ausgesprochen niedlich. Das macht mir also auch keine Angst.

Es sind auch nicht alle Hefte online verfügbar und ich wüsste auch gerne, bevor ich ein Abo abschließe, was ich dafür bekomme.
Ich komme ursprünglich aus der Street-Art Ecke und bin es daher gewöhnt, dass meine Arbeiten von den Wänden genommen und in WG-Küchen aufgehängt werden. Das sind letztlich nur gute Multiplikatoren.

Ein anderes Thema sind die Raubkopien der Mumpel-Hörbuch-CD. Da hatte ich hitzige Gespräche mit den Leuten, die das vollkommen okay finden, weil damit der Plattenfirma ja kein Schaden entsteht und nichts wirklich weg ist und bla bla bla… Das Unglück ist nur, dass, wenn die Verkaufszahlen nicht stimmen, obwohl alle die CD gut finden und besitzen, es keine zweite geben wird. Da kann mal leider nicht viel machen, außer an die Leute zu appellieren: »Puff Diddi tut das nicht weh, richtig, aber kleine Bands können nicht von ihrem Merch und den paar Gigs leben!«

Am liebsten zeichne ich mit Kugelschreiber auf Papier. Wirre Bilder mit viel handschriftlicher Typo und Wimmelkrimskrams. Das ist aber fast nur für Editorial interessant.
Am zweitliebsten mache ich mit meinen Studiokolleginnen/kollegen Animationskram mit viel Telefonieren. Ich telefoniere sehr gerne.

Das Mumpelmonster kann online bestellt werden: http://www.mumpelmonster.de

Der Illustrator ist Roland Brückner von (www.bitteschön.tv)

Das Interview führte Nadine Roßa

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