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Erinnerung und Design – passt das zusammen? Durchaus und mehr denn je, wie 40 Seiten hellblaues Zeitungspapier bezeugen. Autoren unterschiedlicher Fachrichtung nähern sich den Themen Nostalgie, Retro, Vintage und Patina, denken über Geschichtsvergessenheit im Grafik-Design nach oder befragen Gegenstände nach ihrem Erinnerungswert.
Neben im Kontext Design hinlänglich bekannten Autoren wie René Spitz, Gert Selle und Steven Heller kommen u.a. der Fotohistoriker und documenta-Mitorganisator Klaus Honnef sowie die neue Kuratorin des Vitra Design Museums Amelie Znidaric und zahlreiche junge Designer, Designtheoretiker und (natürlich) Designhistoriker zu Wort. Darüber hinaus fürchtet der SZ-Autor Paul-Philipp Hanske den ›Angriff der Vergangenheit auf die übrige Zeit‹ – u.a. durch GuidoKnoppisierung –, gesellschaftskritisch wird der Einfluss der digitalen Revolution auf unser Gedächtnis befragt, skeptisch der Erinnerungswert der Stolpersteine hinterfragt, provokant die Aktualität von Designklassikern in Frage gestellt und amüsiert über Rituale und volle Keller berichtet.
Wie schon bei den ersten Ausgaben des ff. Magazins wurden Titel- und Rückseite vom renommiert-unprätenziösen Wolf Erlbruch illustriert, im Innern des Heftes visualisieren junge Illustratoren und Fotografen unabhängig von den Texten eigenständige Positionen zu verschiedenen Facetten von ›Erinnerung‹.
Meerglück ist glücklicher denn je, dieses Magazin herausgeben und gestalten zu dürfen und verschickt es für 6 Euro deutschlandweit.



