Projekt

Mister Miller and the Gang – Kartenspiel

„Warum immer nur Bube, Dame, König?”, war mein Gedanke eines Abends beim karteln. „Warum sehen die nicht mal spannender aus?”. Heraus kam ein illustriertes Französisches Kartenblatt, “Mister Miller and the Gang”. Zu sehen ist die große, ganz vielseitige Familie Miller, von den Vorstadt-Spießern bis hin zur Alternativ-Familie. Um ihre unterschiedlichen Charaktere zu unterstreichen, wurden die Figuren in unterschiedlichen Techniken illustriert. Bleistift, Buntstift, Tusche und Aquarell und Marker kamen dabei zum Einsatz.

Karo
Da gibt es die wohlhabenden Millers, die den ganzen Sommer auf ihrer Jacht verbringen. Statt “Hallo” hört man sie alle immer lustig “Ahoi” rufen. Das gesamte Auftreten ist so preppy, dass selbst Schlappi Schlappohr das Haus nicht ohne den schnieken Seemannslook verlässt.

Pik
In einem kleinen Dorf, irgendwo in der Mitte zwischen hier und dort, wohnen auch
ein paar Millers. Der Alte hat vor Jahren eine Bikergang gegründet. Das zweite und zugleich letzte Mitglied des Vereins wurde gleich sein Sohn. Und das war auch das einzige, was er jemals entscheiden durfte, denn Entscheidungen sind Sache seiner Frau.

Herz
In der Vorstadt, damit der Arbeitsweg nicht allzu lang ist, aber trotzdem so idyllisch, dass man das Kind draußen spielen lassen kann, lebt auch ein Teil der Familie. Man muss wohl lange suchen um engagiertere Gemeindemitglieder zu finden. Denn ob auf dem Tennisplatz, am Sonntag in der Kirche oder bei Schulveranstaltungen – die Millers sind stets dabei.

Kreuz
Zu guter Letzt gibt es noch die Hipster Millers. Na ja, genau genommen heißen sie gar nicht beide Miller. Denn verheiratet sind sie nicht, das wäre wohl auch zu spießig. Sie leben rein vegan und ökologisch nachhaltig. Und der Nachwuchs war eigentlich auch
nicht geplant, der war damals plötzlich nach einem Sommerfestival unterwegs.

Joker
Treffen sich die Millers einmal im Jahr zu einem großen Fest, kommen immer
noch drei weitere Personen. Auf sie kann man in den kniffligsten Situationen zählen, deshalb werden sie von den übrigen Familienmitgliedern nur “die Joker” genannt.

Die Gestaltung sollte klar, übersichtlich und modern sein, denn eine gute Orientierung beim Spielen war eines der wichtigsten Ziele. Die insgesamt 110 Karten mit den Maßen 62x100mm bestehen aus zwei Decks, einmal mit roter, einmal mit blauer Rückseite. Perfekt geeignet für Canasta, Rommé, Bridge und alle ähnlichen Spiele.

Die Karten wurden in der ASS Altenburger Spielkartenfabrik im Offsetverfahren auf Spielkartenkarton gedruckt und lackiert. Eine Spielanleitung mit einer kurzen Familiengeschichte und den Canasta und Rommé-Regeln liegt den Karten bei. Verpackt ist alles in einer stabilen schwarzen Schachtel. Diese wurde mit dem Logo in Heißfolienprägung veredelt.

Dieses Projekt ist eine Abschlussarbeit im Fach Kommunikationsdesign an der Akademie Faber-Castell in Stein bei Nürnberg.

Preis
€23,90

Sara Schäfer
http://www.mister-miller.com