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Wenn man Dinge plant, gehen sie garantiert schief

Andreas Baier sagte auf der Qved »Wenn man Dinge plant, gehen sie garantiert schief.« Darüber was der Tag einem so bringt, wenn man eben darauf verzichtet, über die Polarexpedition des Sir Ernest Henry Shackleton, Vitamin-B und einen Ratschlag von Gerhard Richter haben wir mit ihm gesprochen.

Neben letzterem fotografierte Andreas Baier Persönlichkeiten wie Sir Peter Ustinov (Max), Gerhard Schröder (SZ-Magazin) oder Bill Gates (Stern). In einer Verlegerfamilie (Magazin Kunst) aufgewachsen und auf der Art Basel emotional zuhause, wurden Baiers Arbeiten weltweit publiziert und ausgestellt – bis hin zum »People«-Magazin in China.

Foto: Horst Moser

Wovor hast du Angst?

Daß mir die Injektionsnadel abbricht, wenn ich mir mal wieder eine Ladung Vitamin-B-Komplex in den Oberschenkel jage. B-Vitamine sind wichtig für die Fitness.

Wie würdest du deinen Prozess beschreiben?

Geburt – mit Fotografie die Zeit vertreiben – Löffelabgabe.

Was weißt du über dein nächstes Foto, bevor du es gemacht hast?

Nichts. Wir leben in einer überplanten Gesellschaft. Alles muss geregelt und geordnet sein. Wenn dann nur eine Kleinigkeit nicht so funktioniert wie zuvor festgelegt, entsteht eine unbefriedigte Erwartungshaltung. Sagt man sich jedoch: »Hm, mal sehen, was einem der heutige Tag so alles bringen mag«, dann sieht die Sache schon um einiges entspannter aus – und die Portraits sind es auch.

Welchen Einfluss haben die Fotografierten auf das Ergebnis, wird gemeinsam konzipiert?

Die von mir Portraitierten haben einen großen Einfluß auf das Bildergebnis. Schließlich hängt der Erfolg von ihrer Performance ab. Eine Konzeptionsphase gibt es – bis auf wenige Ausnahmen – nicht. Aber wenn, dann reden sie natürlich mit, denn es geht um ihr Portrait.

Hermann Nitsch

Michael + Helga Conrad

Unter welchen Umständen betrachtest du ein Projekt als »gescheitert«?

Es gibt erfolgreich abgeschlossene Projekte und welche, die noch in der Mache sind. C’est tout. Wenn jemand versucht, das Matterhorn zu ersteigen und dabei sein Leben läßt, dann ist es legitim zu sagen, daß der Gute gescheitert ist. Doch nehmen wir nur einmal Sir Ernest Henry Shackleton. Seine Polarexpedition verlief ein bißchen unglücklich, weil sein Schiff vom Eis zerdrückt wurde. Dafür brachte er aber in einem fast zweijährigen Überlebenskampf sämtliche Crew-Mitglieder wohlbehalten zurück. Ist er gescheitert? Oder ein Gewinnertyp? Die Frage ist doch: Gibt es außerhalb solcher Extremsituationen überhaupt ein »Scheitern«?

Wann bist du zufrieden mit einer Arbeit?

Gerhard Richter hatte mir mal geraten, ich solle meine Arbeiten zwanzig Jahre weglegen, vergessen, und danach wieder hervorholen. Wenn sie mir nach dieser Zeitspanne immer noch gefielen, dann könne ich zufrieden sein. Und so ist es auch.

Was bedeutet für dich Erfolg?

Interessante Frage.

Klaus Staeck

Bazon Brock

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen »Scheitern« und Karriere?

Neulich las ich, daß jemand in ein reiches Elternhaus reingeboren wurde und er sich allein schon aus diesem Grunde als gescheitert erachtet. Der Gute hat jedoch eine Weltkarriere hingelegt, die losgelöst von seinem Vermögen zu betrachten ist. Es ist einfach nur irre, wie viele überdurchschnittlich Erfolgreiche derzeit von sich behaupten, eigentlich gescheitert zu sein: »Ich bin gescheitert, also bin ich erfolgreich«. Ergo: »Ich habe nichts gegessen, also bin ich satt«. Das »Scheitern« genießt den Status eines absurden Modetrends, es ist eine Art »verbales Tattoo«. Irgendwann möchte man es aber auch wieder entfernen lassen.

Dank dir und alles Gute!

Das Interview entstand im Rahmen der Qved Konferenz 2016.

Markus Lüpertz

Kasper König

Klaus Honnef

Carl Laszlo

Klaus Klemp

Hans Ulrich Obrist

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