Projekt

N°2 – Eine experimentelle Reise durch Historie, Relevanz und Tabus zum Exkrement

Es gehört zu einem der größten Tabuthemen unserer Gesellschaft und ist dennoch von lebensnotwendiger Bedeutung: das Exkrement. Gerade in der westlichen Welt wird versucht, diese Thematik für die Öffentlichkeit auszublenden. Allesamt, Duftsprays, „Geräuschprinzessinnen“ oder das gesamte Konstrukt der Kanalisation wurden vom Menschen entwickelt, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Die Vertuschung und Beseitigung menschlicher Ausscheidungen.

Diese Arbeit erfordert zunächst einmal die Aufgeschlossenheit der Leser. Wer sich auf einen Perspektivwechsel einlässt, wird eine vermeintlich „abstoßende Substanz“ von einer anderen Seite betrachten und viele interessante Facetten in ihr erkennen. Fäkalien in jeglicher Konsistenz, Form und Farbe sind Teil des Stoffwechsels und gleichermaßen dieses Werkes. Die Leser werden auf eine spannende Reise durch viele faszinierende und gleichzeitig Ekel erregende Beispiele begleitet und haben danach die Möglichkeit, ihre Voreingenommenheit bezüglich Exkrementen zu überdenken.

Warum ekeln sich Menschen vor Kot? Wieso benutzt man in Deutschland gerne analfixierte Schimpfwörter? Weshalb ist die natürliche Stuhlganghaltung verloren gegangen? Diese Arbeit würdigt eine „mysteriöse Materie“ mit all ihren Geheimnissen und gibt auf viele Fragen durch eine experimentierfreudige Herangehensweise und Umsetzung Antworten. Ein angenehmer „rosa Faden“, der sich durch Illustrationen, Zeichnungen und Fotografien zieht, soll den Betrachter mit einer Mischung aus Humor, Ekel, Realität und Ästhetik fesseln und an eine unkonventionelle Thematik heranführen.

Gestalter und Verfasser
Tiberio Ferrarese

Masterthesis
Hochschule Mannheim
Fakultät für Gestaltung