Design made in Germany

Designmagazin

Seit jeher beschäftigt sich die Novum mit den kleinen wie großen Sinnfragen des Grafikdesigns. An dieser Stelle möchten wir von Designern und Studios wissen, wie ihre Antworten lauten. Das monatliche Frageformat von Sonja Steppan findet in Kooperation mit Design made in Germany statt.

Thomas Pokorn

Mitarbeiter vom Kunden in ein paar Stunden einschulen, um meinen Job zu machen. Eine ganz neue Variante von »Das hätte ich selbst machen können.«

Steffi Bauer

Grundsätzlich mag ich es, wenn Kunden mit einem absurden Wunsch zu mir kommen. Auszutüfteln und neu zu kreieren ist ja etwas sehr Spannendes. Schwierig ist es einmal geworden, als eine Kundin sehr »genaue« Vorstellungen von den Illustrationen hatte, die ich für den Onlineshop ihrer Firma anfertigen sollte. Leichte, geradlinige Aquarellstriche sollten es sein, trotzdem bei jeder Illustration auf den ersten Blick erkennbar, was die Aussage des jeweiligen Icons ist. Zunächst bei Symbolen nichts Neues. Nach den ersten abgegebenen Entwürfen war die Korrektur: »Ja, schon sehr gut, nur wäre es schön, wenn die Illustrationen noch vieeel abstrakter und cleaner werden. Ah ja, und gleichzeitig wäre es wichtig, dass man ganz genau erkennt, was das Icon aussagen soll. Also vielleicht wirst du einfach noch um einiges detaillierter. Die Aquarellstriche sehen schon super aus, wir hätten sie aber gerne kompakter, eher wie ein Filzstift, nur Aquarell eben.« Manchmal ist es gut, wenn man in unserem Berufsfeld auch ein bisschen Zauberei beherrscht!

Martin Petersen

Der absurdeste Kundenwunsch war das Layout eines Frühstücksbrettchens, auf dem das Kundenlogo mittig plaziert auf einer weißen Fläche stehen sollte.

Nicole Mindt

Hatte Gott sei Dank noch keinen absurden Kundenwunsch, der nennenswert wäre.

Maximilian Heitsch

Es gab mal eine Person, die wollte, dass wir eine neue Edelbordell-Linie branden. Er würde uns in »Spaß« bezahlen. Wir haben nein gesagt.

Joseph Schmidt-Klingenberg

Da gibt es natürlich die eine oder andere Kuriosität. Aber ein bisschen Diskretion muss auch sein. Von einem Fall möchte ich erzählen, auch als Warnung an andere Gestalter: Relativ am Anfang unserer Illustratoren-Karriere haben wir eine Anfrage eines großen Münchner Unternehmens nach einer illustrativen Visualisierung eines Projektes mit namhaften Architekten erhalten. Natürlich zunächst unbezahlt und ohne Angebotsschreiben. Naiv, wie wir noch waren, haben wir denen einen Vorschlag gemacht. Erst mal unser Fehler. Unverfroren wurden wir hingehalten und sollten sogar noch Detailkorrekturen vornehmen. Irgendwann brach der Kontakt dann einfach ab und wir waren froh, nicht noch mehr in den Auftrag investiert zu haben. Da kommt man sich schon irgendwann vor wie ein versetzter Teenager.

Mick Orel

Ich warte jeden Tag darauf.

Oliver Kröning

Ich liebe absurde Wünsche …

Dennis Orel

Ein Weltmarktführer mit jährlichem Rekordgewinn: »Wir haben nur ein sehr, sehr kleines Budget, aber könntet ihr da erst mal was machen?«

Rosa Kammermeier

Der vielleicht absurdeste Kundenwunsch (aber gleichzeitig auch ein sehr schöner Job) war die Aufgabe, zwei Tage lang Schnürsenkel zu bemalen.

Moritz Wiegand & Sophie von Hartmann

Die Art Direction eines Modelabels, das richtig prollig wurde, als es in die Hände eines Investors geriet, der inzwischen Juror in der Höhle der Löwen ist.

Michael Wiethaus

Jede Anfrage ohne Budget.

Anna Sullivan

Vor die absurdesten Herausforderungen stelle ich mich meistens selbst. Ich denke mir gern ungewöhnliche Konzepte aus. Vor einiger Zeit habe ich mir für ein Fotoshoot­ing in den Kopf gesetzt, Schmuckstücke in transparenten japanischen Desserts zu inszenieren, sogenannte Mizu Shingen Mochi. Die Stylistin und ich haben unzählige Tests gemacht und vor allem viel Überzeugungskraft bei den Schmuckfirmen leisten müssen, uns ihre wertvolle Ware für diese Idee zu überlassen. Das Projekt gelang und da die Gelatine der Mochi relativ lange braucht, bis sie fest ist, bewachte über Nacht ein Security-­Mann die Kühlschränke, in denen unsere kleinen Kunstwerke für das Fotoshooting am nächsten Tag warteten.

Kristina Bartosova

Ich sollte eine Email-Signatur gestalten. Nur die Signatur als einzigen Teil. Natürlich als JPG und mit allen wichtigen Infos wie Adresse und Telefonnummer. Sodass man alle Kontaktinfos ja nicht rauskopieren oder anklicken kann.

Der bisher absurdeste Kundenwunsch?

Seit jeher beschäftigt sich die Novum mit den kleinen wie großen Sinnfragen des Grafikdesigns. An dieser Stelle möchten wir von Designern und Studios wissen, wie ihre Antworten lauten. Das monatliche Frageformat von Sonja Steppan findet in Kooperation mit Design made in Germany statt.

Thomas Pokorn

Mitarbeiter vom Kunden in ein paar Stunden einschulen, um meinen Job zu machen. Eine ganz neue Variante von »Das hätte ich selbst machen können.«

Steffi Bauer

Grundsätzlich mag ich es, wenn Kunden mit einem absurden Wunsch zu mir kommen. Auszutüfteln und neu zu kreieren ist ja etwas sehr Spannendes. Schwierig ist es einmal geworden, als eine Kundin sehr »genaue« Vorstellungen von den Illustrationen hatte, die ich für den Onlineshop ihrer Firma anfertigen sollte. Leichte, geradlinige Aquarellstriche sollten es sein, trotzdem bei jeder Illustration auf den ersten Blick erkennbar, was die Aussage des jeweiligen Icons ist. Zunächst bei Symbolen nichts Neues. Nach den ersten abgegebenen Entwürfen war die Korrektur: »Ja, schon sehr gut, nur wäre es schön, wenn die Illustrationen noch vieeel abstrakter und cleaner werden. Ah ja, und gleichzeitig wäre es wichtig, dass man ganz genau erkennt, was das Icon aussagen soll. Also vielleicht wirst du einfach noch um einiges detaillierter. Die Aquarellstriche sehen schon super aus, wir hätten sie aber gerne kompakter, eher wie ein Filzstift, nur Aquarell eben.« Manchmal ist es gut, wenn man in unserem Berufsfeld auch ein bisschen Zauberei beherrscht!

Martin Petersen

Der absurdeste Kundenwunsch war das Layout eines Frühstücksbrettchens, auf dem das Kundenlogo mittig plaziert auf einer weißen Fläche stehen sollte.

Nicole Mindt

Hatte Gott sei Dank noch keinen absurden Kundenwunsch, der nennenswert wäre.

Maximilian Heitsch

Es gab mal eine Person, die wollte, dass wir eine neue Edelbordell-Linie branden. Er würde uns in »Spaß« bezahlen. Wir haben nein gesagt.

Joseph Schmidt-Klingenberg

Da gibt es natürlich die eine oder andere Kuriosität. Aber ein bisschen Diskretion muss auch sein. Von einem Fall möchte ich erzählen, auch als Warnung an andere Gestalter: Relativ am Anfang unserer Illustratoren-Karriere haben wir eine Anfrage eines großen Münchner Unternehmens nach einer illustrativen Visualisierung eines Projektes mit namhaften Architekten erhalten. Natürlich zunächst unbezahlt und ohne Angebotsschreiben. Naiv, wie wir noch waren, haben wir denen einen Vorschlag gemacht. Erst mal unser Fehler. Unverfroren wurden wir hingehalten und sollten sogar noch Detailkorrekturen vornehmen. Irgendwann brach der Kontakt dann einfach ab und wir waren froh, nicht noch mehr in den Auftrag investiert zu haben. Da kommt man sich schon irgendwann vor wie ein versetzter Teenager.

Mick Orel

Ich warte jeden Tag darauf.

Oliver Kröning

Ich liebe absurde Wünsche …

Dennis Orel

Ein Weltmarktführer mit jährlichem Rekordgewinn: »Wir haben nur ein sehr, sehr kleines Budget, aber könntet ihr da erst mal was machen?«

Rosa Kammermeier

Der vielleicht absurdeste Kundenwunsch (aber gleichzeitig auch ein sehr schöner Job) war die Aufgabe, zwei Tage lang Schnürsenkel zu bemalen.

Moritz Wiegand & Sophie von Hartmann

Die Art Direction eines Modelabels, das richtig prollig wurde, als es in die Hände eines Investors geriet, der inzwischen Juror in der Höhle der Löwen ist.

Michael Wiethaus

Jede Anfrage ohne Budget.

Anna Sullivan

Vor die absurdesten Herausforderungen stelle ich mich meistens selbst. Ich denke mir gern ungewöhnliche Konzepte aus. Vor einiger Zeit habe ich mir für ein Fotoshoot­ing in den Kopf gesetzt, Schmuckstücke in transparenten japanischen Desserts zu inszenieren, sogenannte Mizu Shingen Mochi. Die Stylistin und ich haben unzählige Tests gemacht und vor allem viel Überzeugungskraft bei den Schmuckfirmen leisten müssen, uns ihre wertvolle Ware für diese Idee zu überlassen. Das Projekt gelang und da die Gelatine der Mochi relativ lange braucht, bis sie fest ist, bewachte über Nacht ein Security-­Mann die Kühlschränke, in denen unsere kleinen Kunstwerke für das Fotoshooting am nächsten Tag warteten.

Kristina Bartosova

Ich sollte eine Email-Signatur gestalten. Nur die Signatur als einzigen Teil. Natürlich als JPG und mit allen wichtigen Infos wie Adresse und Telefonnummer. Sodass man alle Kontaktinfos ja nicht rauskopieren oder anklicken kann.

Timo Dinkler · 6 Jahre

Ich sollte ein Wort in einem responsiven Weblayout so setzen, dass es links und rechts bündig ist. Dass das auch mit anderen Sprachen und Laufweiten funktionieren musste hat der Kunde konsequent ignoriert.

Walter Horcher · 6 Jahre

18 / 1_tel_Plakatwerbung für ein Mineralwasser; regioneles Unternehmen. Natürlich waren beim ganz nahen Anschauen des Druckes die einzelnen Farbpixel zu sehen.
Der Geschäfstführers des Mineralwasser_Herstellers:" Sehen Sie das nicht? Machen Sie dringend diese ganzen Farbflecken weg. Das hätten Sie doch sehen müßen."

Das Honorar für eine größere Designleistung, Corporatedesign und Webdesign, sei leider nicht vorhanden. Es soll aber natürlich fair und wertvoll vergütet werden, schon alleine wegen der Wertschätzung und deshalb wäre es gut, wenn ich mir mein Honorar bei einem ehemaligen Arbeitgeber meiner Auftragsgeberin eintreibe, der ihr noch ein paar Gehälter schuldig ist.

Mein Highlight: Die Projektmanagerin einer Kölner Agentur hat die Zusammenarbeit mit mir beendet, weil sie es unverständlich fand, dass ich es einfach nicht fertig brachte, eine 23-seitige Broschüre herstellen zu lassen. (kein Lose-Blatt, Offset-Druck mit Klammerheftung und separatem Umschlag)

Auch erwähnenswert: Ein Marketingmanager, der in einer der vornehmsten Viertel von Stuttgart sein Büro hatte. Er erklärte mir: "Wir können hier doch keine goldenen Blätter verkaufen!" Sprachs und vor der Tür stand ein Porsche und zwei Mercedes und von der Villa konnte man sehr entspannt ganz Stuttgart überblicken.

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