Artikel

5 Fragen an Fuenfwerken zum Thema Ausbildung und Bewerbung

Antworten von Marius Hanf (Senior Design) & Jakob Weiss (Design) von Fuenfwerken

Wie soll eine gute Bewerbung aussehen?

Hanf + Weiss: Klingt banal, wird aber viel zu oft falsch gemacht: Eine gute Bewerbung sollte im Anschreiben überzeugend widerspiegeln, warum der Bewerber sich ausgerechnet bei uns vorstellen möchte. Sind es bestimmte Projekte, die seine Aufmerksamkeit geweckt haben, kann er sich mit unserer Haltung besonders gut identifizieren? Oder waren andere Faktoren ausschlaggebend, etwa der Agenturstandort oder die Position in den Rankings? Ansonsten gilt wie in anderen Branchen auch: Korrekte Rechtschreibung, Zeichensetzung und vernünftige Sprache sollten selbstverständlich sein. Schlampig verfasste Mails werden bei uns direkt aussortiert. Lebenslauf, Zeugnisse und Portfolio sollten so einfach wie möglich eingebunden werden: Entweder angehängt als PDF oder als (funktionierender!) Link zur Website.

Was erwartet ihr von Bewerbern?

Hanf + Weiss: Wenn die erste Hürde genommen ist und uns Anschreiben und Portfolio überzeugen konnten, kommt es im Bewerbungsgespräch besonders auf das persönliche Miteinander an. In erster Linie sollten alle Bewerber, ob nun für ein Praktikum, eine Traineestelle oder eine leitende Position, ein offenes und kommunikatives Wesen besitzen. Bei Fuenfwerken entstehen Projekte aus dem Team heraus, Einzelspieler haben es hier schwer. Der Designer als Schnittstelle sollte also möglichst kompatibel mit vielen Anschlüssen sein. Im Tagesgeschäft agieren Designer bei Fuenfwerken sehr selbstständig, was bedeutet, dass die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen unabdingbar ist. Und neben handwerklichen Fähigkeiten zählen auch der Wille und der Mut, neue Ideen zu finden. Eine weitere wichtige Grundvoraussetzung für eine angenehme und inspirierende Zusammenarbeit ist die Neugier auf unser Unternehmen und die Branche im Allgemeinen.

Wie sollte ein gutes Portfolio aussehen?

Hanf + Weiss: Im Idealfall vermittelt das Portfolio sowohl die gestalterische Haltung als auch konzeptionelle und handwerkliche Fähigkeiten. Ein Bewerber kann hier einerseits den Sinn fürs große Ganze und andererseits Liebe zum Detail demonstrieren. Über gut gedachte Corporate Design-Arbeiten freuen wir uns als ganzheitlich medienübergreifend agierende Markenagentur natürlich immer. Spannend wird es aber auch, wenn sich Fähigkeiten auftun, die man so vielleicht nicht erwartet hätte.

Ein gutes Portfolio braucht keine Lückenfüller – lieber einige wenige gut aufbereitete Projekte, die ein stimmiges Gesamtbild der Arbeitsweise und gestalterischen Fähigkeiten ergeben, als eine Anhäufung zahlloser Studienarbeiten, zwischen denen man die Perlen erst suchen muss. Sehr wichtig ist auch die Beschreibung der Arbeiten: Ein kurzer prägnanter Text ist oft entscheidend, um schöne Fotos und Layouts überhaupt richtig einordnen zu können. Und gerade bei Teamarbeiten sollte deutlich werden, welchen Anteil der Bewerber an Konzeption und Gestaltung hatte.

Die schlimmste Todsünde: Wenn wir merken, dass jemand sich mit fremden Federn schmückt und Arbeiten anderer Personen als die eigenen ausgibt – es kommt ja sowieso raus.

Wie wichtig ist ein Studium als Voraussetzung für die Arbeit in Agenturen?

Hanf + Weiss: Ein Studium ist das perfekte Spielfeld, um sich auszuprobieren, zu experimentieren, die eigenen Stärken und Schwächen sowie Vorlieben und Abneigungen einschätzen zu lernen. Nach unserer Erfahrung ist diese Erfahrung Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mitarbeit in der Agentur – zumindest wäre es extrem ungewöhnlich, wenn im Designbereich ein reiner Autodidakt als Quereinsteiger eingestellt würde. In spezialisierteren Disziplinen, etwa Illustration oder Fotografie, trifft man öfter auf Personen, die auch in Eigeninitiative ein professionelles Niveau erreichen. Allerdings wird dieser Weg viel eher in die Selbstständigkeit führen als in eine Festanstellung.

Abgesehen davon muss man natürlich nicht Design studiert haben, um in einer Designagentur Fuß zu fassen – je nach Projekt könnten im Bereich Projektleitung, Organisation oder Konzeption genauso Architekten, Medien- und Kulturwissenschaftler oder Journalisten Teil eines interdisziplinären Teams sein.

Ist für den Berufseinstieg eher eine große Agentur ratsam oder eine Kleine?

Hanf + Weiss: Pauschal lässt sich diese Frage so einfach nicht beantworten. Sicher ist, dass sich im Rahmen einer Agentur – ob nun groß oder klein – die Möglichkeit bietet, in ganz alltägliche Prozesse Einblick zu bekommen, und das nicht nur in Bezug auf Gestaltung. Wie funktioniert gute Kommunikation mit dem Auftraggeber? Wie wird ein Angebot aufgebaut? Wie setzt sich das optimale Team für unterschiedliche Projekte zusammen? Tendenziell hat man in kleineren und mittelgroßen Betrieben eher die Möglichkeit, Einblick in alle Prozesse zu erhalten. Mit zunehmender Agenturgröße werden diese Bereiche naturgemäß stärker voneinander getrennt.

Bei Fuenfwerken beispielsweise bietet sich immer die Möglichkeit, auch aktiv an der Kommunikation mit dem Auftraggeber mitzuwirken. Sei es die Entwicklung einer Pitch-Präsentation, die Konzeption und Durchführung eines Marken-Workshops zur strategischen Ausrichtung eines Neukunden oder die tägliche, direkte Abstimmung mit den Verantwortlichen unserer Auftraggeber. Ergänzend zum erlernten Handwerk sind also auch kommunikative Fähigkeiten von enormer Bedeutung: Der Designer ist neben Geschäftsführung und Account-Manager der wichtigste Vertreter der Agentur.

Wir bei Fuenfwerken sind immer auf der Suche nach talentierten Köpfen. Link fuenfwerken.com/jobs.

Kommentieren