Projekt

Eine buchstäbliche Lesehilfe

Eine buchstäbliche Lesehilfe
Gestaltete Lesbarkeit für die kindliche Sprach- und Sprechtherapie

Als Gestalter hat man die Möglichkeit auf fast alle Faktoren Einfluss zu nehmen, welche beim Lesen wahrgenommen werden. Mein Ziel war es, sie auf die Bedürfnisse bestimmter Sprach- und Sprechdefizite abzustimmen.
Nach der theoretischen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Definitionen von Lesbarkeit, ihren Einflussfaktoren, deren Wechselbeziehungen sowie deren Wirkung auf die Wahrnehmung, entstand ein ganzheitliches typografisches Lernkonzept für Kinder ab dem 7. Lebensjahr. Das edukative Konzept der Übungsbücher-Serie mit dem Titel »Buchstabenerforschung« bedient sich einer mehrteiligen Lernstruktur. Alle Bücher wurden mit Wortspielen, Gedichten und kleinen Geschichten gefüllt, die typografisch so gestaltet sind, dass sie den Leseprozess erleichtern und das jeweilige Defizit berücksichtigen. Eine Kombination aus Atemübungen, Sprechübungen, sprechrhythmischen Übungen und Entspannungstechniken sollen die Freude an der Sprache zurückbringen und Kommunikationsängste lindern.

Die Serie umfasst bisher folgende Bücher: Die Übungsbücher zum Übungslaut |S| bzw. |SCH| (Sigmatismus, Schetismus) sowie die Übungsbücher zum Redefluss (Stottern, Poltern). In der Planung sind ein Übungsbuch zur Wortschatzerweiterung, zur Grammatik sowie zum Textverständnis und der Textproduktion sowie der Lese-Rechtschreib-Schwäche.

Diese Arbeit entstand im Rahmen meiner Masterarbeit an der Fachhochschule Potsdam.

Konzept & Gestaltung
Christina Bugge