Design made in Germany

Designgalerie

Die Diskussion um die Flüchtlingsproblematik in Deutschland wird immer heftiger geführt. Europäische Staaten sichern ihre Grenzen mit meterhohen Zäunen und auch in Deutschland werden die Stimmen nach Maßnahmen zur Regulierung des Flüchtlingsstroms ins eigene Land immer lauter.

Die unterschiedlichen Meinungen beginnen das Land in zwei Lager zu spalten: Auf der einen Seite die Gegner der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik, auf der anderen die Verfechter einer „europäischen Lösung“. Letztere soll den Fluchtursachen entgegenwirken und die Unterstützung der Nachbarländer bei der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen sowie den Schutz der EU-Außengrenzen berücksichtigen.

Die fremdenfeindlich geprägten Stimmen der Gegenseite lassen sich ökonomischen und soziokulturellen Ängsten zuordnen. Aus ökonomischer Sicht werden unter anderem die durch die Integration entstehenden Kosten und die Ausbeutung des deutschen Sozialsystems genannt. Ihren Ursprung hat diese Bewegung auch in der Unkenntnis von und der damit verbundenen Furcht vor fremder Religion und Kultur der Zuwanderer. Die Ablehnung der Aufnahme Schutzsuchender könnte sich durch die Tatsache begründen, dass ein Großteil derer, die sich dagegen aussprechen, noch keinen intensiveren persönlichen Kontakt zu diesen hatte. In den Gesprächen, die ich im Zuge der Entstehung dieses Bildbands geführt habe, durfte ich feststellen, dass alle Teilnehmenden ein, zum größten Teil, positives Bild von Deutschland und seiner Bevölkerung haben. Mir wurde vielfach berichtet, dass die Deutschen den Zuwanderern sehr aufgeschlossen und freundlich gegenüber getreten seien. Der Kreis der Menschen, die ich für mein Projekt gewinnen konnte, besteht aus einer Vielzahl verschiedener Nationalitäten. Darunter sind Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea, aber auch Migranten aus Indien, dem Iran und Marokko. Alle haben für sich unterschiedliche Gründe gehabt ihr Heimatland zu verlassen und den Weg nach Deutschland anzutreten. Diese sind beispielsweise Bürgerkriege, eingeschränkte Freiheits- und Menschenrechte oder der Familiennachzug. Eine Flucht aus der Heimat und ein Neuanfang in einem fremden Land erfordern viel Mut und Ausdauer. Der Aufenthalt in einem Land, mit dem man zunächst keinerlei heimatliche Gefühle verbindet, führt dazu, dass man anfangs dazu neigt das neue, unbekannte Land und seine Einwohner mit seiner Heimat zu vergleichen. Die Sicht auf Altes und Neues durchläuft einen ständigen Veränderungsprozess, der von Anpassung, Abgrenzung und Einbeziehung geprägt ist.

Mit welchen Augen sehen Migranten Deutschland? Welche verschiedenen Blickwinkel gibt es? Lassen sich, unabhängig von der Herkunft, Parallelen in der Sicht auf den neuen Aufenthaltsort erkennen? Welche Dinge sind wichtig oder erforderlich, um sich in einem fremden Land wohl zu fühlen?

Um diese Fragen zu beantworten habe ich handelsübliche Einwegkameras mit einem Bildumfang von 27 Fotos an die Projektteilnehmer verteilt. So hatten alle Teilnehmenden dieselbe Ausgangssituation und dieselben Rahmenbedingungen. Die Bilder wurden in einem Zeitraum von drei bis vier Wochen aufgenommen. Anschließend sind die Filme entwickelt und die Negative von mir eingescannt worden. Die entstandenen Fotografien geben einen Einblick in das Leben von Migranten in Deutschland. Die meisten der Teilnehmer haben ihre Kameras ständig mit sich geführt. Einige sind bewusst losgezogen, um die Aufnahmen zu machen. Entstanden sind Momentaufnahmen aus dem Alltag der Flüchtlinge, Bilder bestimmter Situationen und Ereignisse, Abbildungen bewusst gewählter Motive, Porträts sowie Landschaftsaufnahmen. Ergänzend zu den Fotografien habe ich Interviews mit Fragen bezüglich der Themen – Herkunft, Biographie, Fluchtablauf und -beweggründe, aktuelle Situation und persönlicher Bezug zu Deutschland – mit den Teilnehmenden gemacht. Zudem wurden auch die Beweggründe für eine Teilnahme am Projekt und mögliche, neu gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse aufgrund der Teilnahme erfragt.

Designer
Leon Schniewind

Gefühle der Schwebe

 

Die Diskussion um die Flüchtlingsproblematik in Deutschland wird immer heftiger geführt. Europäische Staaten sichern ihre Grenzen mit meterhohen Zäunen und auch in Deutschland werden die Stimmen nach Maßnahmen zur Regulierung des Flüchtlingsstroms ins eigene Land immer lauter.

Die unterschiedlichen Meinungen beginnen das Land in zwei Lager zu spalten: Auf der einen Seite die Gegner der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik, auf der anderen die Verfechter einer „europäischen Lösung“. Letztere soll den Fluchtursachen entgegenwirken und die Unterstützung der Nachbarländer bei der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen sowie den Schutz der EU-Außengrenzen berücksichtigen.

Die fremdenfeindlich geprägten Stimmen der Gegenseite lassen sich ökonomischen und soziokulturellen Ängsten zuordnen. Aus ökonomischer Sicht werden unter anderem die durch die Integration entstehenden Kosten und die Ausbeutung des deutschen Sozialsystems genannt. Ihren Ursprung hat diese Bewegung auch in der Unkenntnis von und der damit verbundenen Furcht vor fremder Religion und Kultur der Zuwanderer. Die Ablehnung der Aufnahme Schutzsuchender könnte sich durch die Tatsache begründen, dass ein Großteil derer, die sich dagegen aussprechen, noch keinen intensiveren persönlichen Kontakt zu diesen hatte. In den Gesprächen, die ich im Zuge der Entstehung dieses Bildbands geführt habe, durfte ich feststellen, dass alle Teilnehmenden ein, zum größten Teil, positives Bild von Deutschland und seiner Bevölkerung haben. Mir wurde vielfach berichtet, dass die Deutschen den Zuwanderern sehr aufgeschlossen und freundlich gegenüber getreten seien. Der Kreis der Menschen, die ich für mein Projekt gewinnen konnte, besteht aus einer Vielzahl verschiedener Nationalitäten. Darunter sind Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea, aber auch Migranten aus Indien, dem Iran und Marokko. Alle haben für sich unterschiedliche Gründe gehabt ihr Heimatland zu verlassen und den Weg nach Deutschland anzutreten. Diese sind beispielsweise Bürgerkriege, eingeschränkte Freiheits- und Menschenrechte oder der Familiennachzug. Eine Flucht aus der Heimat und ein Neuanfang in einem fremden Land erfordern viel Mut und Ausdauer. Der Aufenthalt in einem Land, mit dem man zunächst keinerlei heimatliche Gefühle verbindet, führt dazu, dass man anfangs dazu neigt das neue, unbekannte Land und seine Einwohner mit seiner Heimat zu vergleichen. Die Sicht auf Altes und Neues durchläuft einen ständigen Veränderungsprozess, der von Anpassung, Abgrenzung und Einbeziehung geprägt ist.

Mit welchen Augen sehen Migranten Deutschland? Welche verschiedenen Blickwinkel gibt es? Lassen sich, unabhängig von der Herkunft, Parallelen in der Sicht auf den neuen Aufenthaltsort erkennen? Welche Dinge sind wichtig oder erforderlich, um sich in einem fremden Land wohl zu fühlen?

Um diese Fragen zu beantworten habe ich handelsübliche Einwegkameras mit einem Bildumfang von 27 Fotos an die Projektteilnehmer verteilt. So hatten alle Teilnehmenden dieselbe Ausgangssituation und dieselben Rahmenbedingungen. Die Bilder wurden in einem Zeitraum von drei bis vier Wochen aufgenommen. Anschließend sind die Filme entwickelt und die Negative von mir eingescannt worden. Die entstandenen Fotografien geben einen Einblick in das Leben von Migranten in Deutschland. Die meisten der Teilnehmer haben ihre Kameras ständig mit sich geführt. Einige sind bewusst losgezogen, um die Aufnahmen zu machen. Entstanden sind Momentaufnahmen aus dem Alltag der Flüchtlinge, Bilder bestimmter Situationen und Ereignisse, Abbildungen bewusst gewählter Motive, Porträts sowie Landschaftsaufnahmen. Ergänzend zu den Fotografien habe ich Interviews mit Fragen bezüglich der Themen – Herkunft, Biographie, Fluchtablauf und -beweggründe, aktuelle Situation und persönlicher Bezug zu Deutschland – mit den Teilnehmenden gemacht. Zudem wurden auch die Beweggründe für eine Teilnahme am Projekt und mögliche, neu gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse aufgrund der Teilnahme erfragt.

Designer
Leon Schniewind

Designerjobs

Designagenturen

Designer