Projekt

Jein

Eine deutsch-türkische Graphic Novel

Inhalt/Konzept
„Jein“ ist eine deutsch-türkische, kultur-politische Graphic Novel. Die Protagonistin Elâ Wolf ist Künstlerin, Berlinerin und Halbtürkin. Wobei letzteres, ihrer Meinung nach, nichts mit ihrer Kunst und eigentlich auch nichts mit dem Rest ihres Lebens zu tun hat. Vor dem Hintergrund, dass die Türkei am 16. April 2017 mit „Ja“ für das Verfassungsreferendum stimmte, sieht sich Elâ das erste Mal mit einem Problem ihrer zweiten Heimat konfrontiert. Sie stellt sich fortan immer mehr die Fragen, ob sie sich mit der politischen Lage auseinandersetzen muss, und falls ja, auf welche Weise. Die Graphic Novel „Jein“ beleuchtet zum einen die Deutsch-Türken und ihren Umgang mit der Veränderung „ihrer Heimat“; wie stark die Zensurverschärfungsmaßnahmen Erdoğans und seine Politik Einfluss auf sie hierzulande hat. Zum anderen gibt „Jein“ Einblicke in die Kunstwelt und ihrem ambivalenten Verhältnis zur Politik, besonders in Zeiten politischer Umbrüche. Themen wie „Heimat“, „Herkunft“, „Selbstzensur“, „Kunst und Politik“ und die „Rolle von Kunst“ spielen eine große Rolle.

Titel
„Jein“ ist sowohl der Titel der Graphic Novel, als auch der Titel einer in der Geschichte stattfindenden Kunstausstellung. Jein steht häufig im engen Zusammenhang mit Entscheidungsschwäche, oder Vermeidungsverhalten. Heutzutage wird es ungern gesehen, essentielle Fragen in der Politik, Kunst, oder anderen Bereichen mit Jein zu beantworten. Und trotzdem kommt es immer wieder vor. Genau in dieser Situation findet sich die Protagonistin Elâ Wolf häufig wieder.

Seiten
221 zzgl. 8 Seiten Anmerkungen

Maße
H27cm x B18,8cm

Inhalt
Schwarz-Weiß mit Graustufen

Kapitel-Bilder
Farbige Doppelseiten

Technik
Analog-Zeichnung/-Malerei, Direktkolorierung

Maßstab
1:1 zu den Originalbildern

Textblasen-Lettering
Entwickelt aus der Handschrift einer in der Türkei alphabetisierten Person.

Banderole
Knüpft gestalterisch an den Wahlzettel des Verfassungsreferendums an und wurde in der Mitte mit dem Wort „Jein“ gestempelt. Die Banderole fungiert als Zensurbalken und als Siegel. Somit wird etwas scheinbar Verbotenes verschlossen.

Bindung
Die offene Fadenbindung und der schwarze Faden wurde in Hinblick auf die Zensurthematik gewählt, da sie offen legt, was sonst verborgen ist.

Designer
Büke Schwarz