Projekt

Ich mach´s mit ohne!

Inspiriert und motiviert durch die eigene Umstellung auf plastikfreie Produkte im Badezimmer, habe ich ein Starter-Set und ein Produktportfolio für den perfekten und einfachen Einstieg in ein plastikfreie(re)s Leben entwickelt. Durch die durchdachte Zusammenstellung aller wichtigen Produkte zur Körperreinigung kann man schnell und einfach ein plastikfreies Badezimmer zuhause testen und sich von der Produktvielfalt überzeugen. Die Innenseite des Starter-Sets ist mit weiteren Informationen bestückt: Neben Gründen, warum es sinnvoll ist seinen Plastikkonsum zu überdenken und zu reduzieren, wird man mit einfachen und motivierenden Tipps rund um das Thema Plastikvermeidung versorgt und nachhaltig angeregt, sich über seinen Plastikverbrauch Gedanken zu machen. Bei der Ausgestaltung war mir sehr wichtig, dass ich keinen erhobenen Zeigefinger und Druck ausübe. Viel mehr biete ich eine Alternative und relevante Informationen an, um die eigene Motivation am Umdenken zu steigern. Auch das gute Gefühl, neue Produkte ausprobieren zu können und eine einfache Alternative für ein Produkt mit einem großen Müllverbrauch zu finden, wirken sich positiv aus.

Die Verpackungen haben ein ausgefeiltes User Experience Design: Schon beim Auspacken wird man durch Illustrationen und Texte durch die Verpackung geführt. Im Inneren gibt’s den Vergleich zu konventionellen Produkten mit Plastikverpackung, eine Materialinformation sowie Entsorgungsempfehlungen zur Verpackung. Abgerundet wird das Ganze durch Anwendungshinweise in Form von kleinen Illustrationen. Die Besonderheit des Designs liegt in der Kombination von der Gestaltung der Verpackungen im typischen Badezimmerlook und dem gleichzeitigen Einsatz von neuen, alternativen Produkten. Vertraute Elemente wie zum Beispiel Fliesenmuster oder schwarz lackierte Badezimmerarmaturen treffen auf neue Produkte wie Zahnputztabletten. Nicht alle Produkte sind direkt selbsterklärend. So hilft die einfache Gestaltung bei der Erkennbarkeit.

Designer
Marco Sigwart

Betreuer
Thomas Hilliges und Gerhard Schröder, Hochschule Düsseldorf 2019