War „Kritik“ in der NS-Gesellschaft möglich? Und wie konnte die aussehen? Was durfte von wem gesagt werden und was nicht? Und warum ist nicht gleich alles „Widerstand“?
Das totalitäre NS-Regime musste mit der Kritik umgehen und begegnete ihr auf unterschiedlichste Weise. 60 historische Fallgeschichten beschreiben anschaulich, was dies für Menschen bedeutete.
Die Sonderausstellung „Kritik im Nationalsozialismus. Kölner Fälle 1934–1945“ für das NS—DOK gestalteten wir zusammen mit der GfG / Gruppe für Gestaltung.
Politischer Widerspruch, unzufriedenes Meckern im Alltag, aufkommender kollektiver Unmut oder einfach die Auslotung des Sagbaren — das sind die vier farblich unterschiedenen Bereiche der Ausstellung. Störungen und Irritationen in Grafik und Raumgestaltung stützen die Unschärfe des Themas. Im Zentrum stehen die Fallmappen, die einladen, sich in einzelne Fälle zu vertiefen. Die sachliche Aufarbeitung des Widerstandsbegriffs von 1944 bis 1974 bildet den Abschluss.
Design: Oblik, Gruppe für Gestaltung
Fotos: Gruppe für Gestaltung, Michel Iffländer
Schrift: GT Alpina, ES Klarheit Kurrent
Produktion: Megalab