Design made in Germany

Designgalerie

Im südlichen Harz bei Nordhausen dokumentiert die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora einen Ort besonders grausamer Zwangsarbeit für die NS-Rüstungsindustrie. Ab 1943 mussten KZ-Häftlinge ein dort bereits bestehendes Stollensystem zu einer unterirdischen Fabrik ausbauen — für die Montage von V2-Raketen. Dazu wurde in den Stollen ein unterirdisches Konzentrationslager eingerichtet, so dass viele Häftlinge das Tageslicht nicht mehr zu sehen bekamen. Tausende Menschen starben in der „Hölle von Dora“.

Zusammen mit der GfG wurden wir für eine Neugestaltung der didaktischen Erschließung der historischen Stollenanlage beauftragt. Dabei war uns wichtig: Der Stollen ist das Exponat. Deshalb gibt es darin keine Ausstellung, keine Vitrinen. Stattdessen führen Guides die Besucher durch den Raum und erzählen die Geschichten derer, die dort gelebt haben und gestorben sind. Die Markierung von Anlaufpunkten und die Platzierung subjektiver „Schlaglichter“ (Zitate und Zeichnungen von Überlebenden) unterstützt diese Rundgänge.

Die klare Gestaltung hält sich sachlich zurück, um die Erzählungen der Guides zu unterstützen. Das leuchtende Gelb hilft bei der Orientierung und eine bessere Ausleuchtung macht mehr sichtbar — und unterstützt einen entmystifizierenden Zugang.

Eine neu entwickelte Rampenanlage verbessert die Zugängigkeit. Das bestehende zentrale Modell wird erweitert und als taktiles Element weiterentwickelt. Aufgrund des Klimas im Tunnel und der Bergbauvorschriften waren spezielle Materialien und Verarbeitungen erforderlich, z.B. emaillierter Lavastein als Informationsträger.

Die Umgestaltung wurde zum 79. Jahrestag der Befreiung im April 2024 feierlich eingeweiht. Das Projekt wurde gefördert vom BKM und vom Freistaat Thüringen.

Das Projekt erhielt den European Design Award 2025 in Silber in der Kategorie „Exhibition Design“.

Design: Oblik, Gruppe für Gestaltung
Fotos: Gruppe für Gestaltung, Michel Iffländer
Produktion: Empreinte, Seekamp Metallbau, Schachtbau Nordhausen

KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

 

Im südlichen Harz bei Nordhausen dokumentiert die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora einen Ort besonders grausamer Zwangsarbeit für die NS-Rüstungsindustrie. Ab 1943 mussten KZ-Häftlinge ein dort bereits bestehendes Stollensystem zu einer unterirdischen Fabrik ausbauen — für die Montage von V2-Raketen. Dazu wurde in den Stollen ein unterirdisches Konzentrationslager eingerichtet, so dass viele Häftlinge das Tageslicht nicht mehr zu sehen bekamen. Tausende Menschen starben in der „Hölle von Dora“.

Zusammen mit der GfG wurden wir für eine Neugestaltung der didaktischen Erschließung der historischen Stollenanlage beauftragt. Dabei war uns wichtig: Der Stollen ist das Exponat. Deshalb gibt es darin keine Ausstellung, keine Vitrinen. Stattdessen führen Guides die Besucher durch den Raum und erzählen die Geschichten derer, die dort gelebt haben und gestorben sind. Die Markierung von Anlaufpunkten und die Platzierung subjektiver „Schlaglichter“ (Zitate und Zeichnungen von Überlebenden) unterstützt diese Rundgänge.

Die klare Gestaltung hält sich sachlich zurück, um die Erzählungen der Guides zu unterstützen. Das leuchtende Gelb hilft bei der Orientierung und eine bessere Ausleuchtung macht mehr sichtbar — und unterstützt einen entmystifizierenden Zugang.

Eine neu entwickelte Rampenanlage verbessert die Zugängigkeit. Das bestehende zentrale Modell wird erweitert und als taktiles Element weiterentwickelt. Aufgrund des Klimas im Tunnel und der Bergbauvorschriften waren spezielle Materialien und Verarbeitungen erforderlich, z.B. emaillierter Lavastein als Informationsträger.

Die Umgestaltung wurde zum 79. Jahrestag der Befreiung im April 2024 feierlich eingeweiht. Das Projekt wurde gefördert vom BKM und vom Freistaat Thüringen.

Das Projekt erhielt den European Design Award 2025 in Silber in der Kategorie „Exhibition Design“.

Design: Oblik, Gruppe für Gestaltung
Fotos: Gruppe für Gestaltung, Michel Iffländer
Produktion: Empreinte, Seekamp Metallbau, Schachtbau Nordhausen

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