Projekt

T8E18E – Notwendigkeit & Relevanz von Hypothesen

In der Sozialstruktur wird sich schnell diversen Systemen, wie beispielsweise dem Schulsystem untergeordnet und diese als gegeben akzeptiert. Es wird davon ausgegangen, ja – angenommen, dass es der richtige Weg sei im Leben voranzukommen und zum „Glück“ oder zur „Zufriedenheit“ zu finden. Doch was verleitet die Menschen zu dieser Annahme? Warum werden Lebensentscheidungen basierend auf Annahmen getroffen? Was sind die Beweggründe für ein Handeln unter Annahmen?

In dieser Arbeit wurden soziologische, psychologische und philosophische Beobachtungen in Bezug auf Hypothesen dokumentiert und in Buchform visualisiert.

In dem Buch wurden durchgehend lediglich zwei Farben genutzt: dunkelblau sowie schwarz. Das Blau beruhigt einerseits, steht andererseits aber auch symbolisch für das Arbeiten mit Hypothesen. Nicht nur wird bei der Annahme eine „Fahrt ins Blaue“ unternommen; steht die Farbe in der Literatur und Grafik doch für Ferne, Sehnsucht und Klarheit. Letzendlich hat die Hypothesenbildung nur ein Ziel: Klarheit schaffen. Deshalb erwies sich die Farbe als passend für das Sujet.

Illustrationen dienen als Hinweis über die folgenden Kapitel. Dadurch, dass die Kapitel erst auf der jeweils nächsten Seite namentlich im lebenden Kolumnentitel genannt werden, kann der Betrachter eine Aussage treffen, deren Gültigkeit er für möglich hält, die aber (noch) nicht bewiesen ist. Ferner bringen Fotografien den Leser in die Position selbst Hypothesen diesbezüglich aufzustellen. Sie sollen Fragen aufwerfen. Je nach Ausschnitt variieren die Abbildungen in ihrer Bedeutung. Als Rahmenkonzept entwickeln sich diese auf den Seiten textbegleitend. Dadurch, dass sie sich vergrößern und immer mehr zeigen, werden sie doppeldeutig. Mit zunehmendem Wissensstand und Durchdringen der Thematik wird klar, dass der erste Bildeindruck wahr oder falsch war.

Bachelorarbeit von Andreas Drosdz. Entstanden an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt im Sommersemester 2014
. Betreuung durch Prof. Gertrud Nolte und Dr. phil. Christian Bauer