Crossover – Identität im Mainstream
Info
3. Semester / Fach: Corporate Design / Betreuung durch Prof. Alice Chi
Die Semesteraufgabe: Kein Kunde sondern eine Problematik – Eigentum.
Ausgehend von fluter., dem Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung, welches im Herbst 2009 diese Problematik behandelte, galt es zunächst ein eigenes Sub-/Aktionsthema zu definieren. Für Dieses entstand in den folgenden Wochen in Zweierteams ein Erscheinungbild. Durch Namensfindung, Logo, Aufklärungsflyer, Pressebriefbogen, Anwendung im öffentlichen Raum und Aktionsmaterial sollte eine Sensibilisierung beziehungsweise ein bewussteres Handeln für die Problematik Eigentum erreicht werden.
Unser Konzept
Mit dem Symposium „Crossover – Identität im Mainstream“ soll ein Ort des Austausches (in Form von Vorträgen, Diskussionen,…) geschaffen werden, der zum Einen über das Thema der Identität in der postmodernen Gesellschaft informiert, einlädt darüber zu diskutieren und selbst Teil des Ganzen zu werden (interaktive Ausstellung; diese hält den derzeitigen Zustand der Identitäten der Teilnehmergruppe flüchtig fest. Jeder wird dadurch zum Produkt bzw. zu einer Oberfläche für die Betrachter, an der sie sich orientieren, sich identifizieren oder über die sie urteilen können).
Menschen orientieren sich zunehmend an ihrer Umgebung, äußeren Gegebenheiten usw. . Identität ist nichts Bleibendes, Festes, Dauerhaftes mehr, sondern ein ständiger Prozess – ein Verändern und Anpassen, nach dem Motto „welche Identität zieh ich denn heute an?“ Es findet die Konstruktion einer Identität aus einer Vielfalt an Teilgebieten statt (Heiner Keupp nennt dies die „Patchwork Identität“).
Man wird heute mit einer immer größeren Anzahl von Identifikationsmustern konfrontiert. Menschen stehen nicht mehr nur einem Lebensweg, der ihnen stabile Traditionen, Werte und Normen anbietet, gegenüber, wie das wohl noch zwei Generationen vorher der Fall war. Heute können sie aus vielerlei Identitäts-varianten wählen und sich ihren eigenen “Identitätsmix” zusammen-stellen – ähnlich dem Prozess des Einkaufens – dort hat man heutzutage auch die Wahl zwischen tausenden von Produkten und Artikeln. Man bekommt von einem Produkt nicht nur eine Marke, sondern unzählige, einen Überfluss an Marken vorgesetzt, zwischen denen man sich entscheiden muss. Jedes Produkt wirbt mit unterschiedlichen Vorzügen (= Supermarkt der postmodernen Lebensstile).
Über das Symposium
Ziel des Events ist es, aktuelle Tendenzen im Bereich des Identitätsbegriffs der Gesellschaft aufzuzeigen(…). Im Rahmen der Veranstaltung werden Sprecher (Kommunikationsdesigner, Produktdesigner und Soziologen) ihren persönlichen Umgang und die Herangehensweisen an das Thema im Hinblick auf Gestaltung, oder beispielsweise Werbung (für Produkte) präsentieren und über etwaige Probleme oder Chancen referieren und diskutieren.
Eingeladen sind Studenten aus Design und angrenzenden Studiengängen, bei denen neben der Gestaltung auch die sozialwissenschaftliche Komponente in der Arbeit wichtig ist.
Katja Unterkofler, Lisa Stein
http://www.hs-pforzheim.de
