Gestaltung lebt von originären Einfällen. Diese stets aufs Neue zu generieren ist eine Herausforderung, die sich seit dem Anschluss an die vernetzten Archive der Welt und ihren ästhetischen Ausdrucksformen verändert hat. Die Fülle der verfügbaren Anregungen in Bild und Schrift machen es notwendig, die Strategien der Gestaltung zu durchdenken und zunehmend Konzepte als Basis gestalterischer Entwürfe zu begreifen.
GUM 11 stellt Beispiele konzeptionellen Gestaltens vor, die am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld entstanden sind, begleitet von Texten, die der konzeptionellen Gestaltung als Prinzip Konturen verleihen. Die Studienrichtungen Mode, Fotografie und Medien sowie Grafik und Kommunikationsdesign treten auf diese Weise in einen Dialog zwischen Gestaltung und Theoriebildung. In den Überschneidungen und Zwischenräumen der ausgewählten Arbeiten finden sich zahlreiche Anregungen für das Ziel, mehrdimensionale Innovationen zu formulieren.