Die Räuber — getäuschte Vorstellung — Rauminszenierung eines Dramas
Info
›Die Räuber — getäuschte Vorstellung‹ entstand im Juli 2010 als Diplomarbeit am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld.
Das Projekt versteht sich als Experiment, ein Theaterstück ohne Schauspieler und ohne das klassische Theaterumfeld zu inszenieren und in Form einer Rauminstallation erlebbar und begehbar zu machen.
Der Fokus der Inszenierung liegt auf dem Aspekt der Täuschung und Enttäuschung, den die vier Protagonisten des Schillerschen Dramas erleben.
Die Hauptdarsteller sind in Form von Zitaten und typografischen Figuren im Raum vertreten und bespielen Decke, Boden und Wände.
Der Raum bildet keine geschlossene Einheit, er zerfällt in einzelne Teile, genau wie die Charaktere im Stück selbst. Jeder ist auf sein eigenes Begehren konzentriert. Dies kann der Betrachter nachvollziehen, indem er einen bestimmten Blickwinkel einnehmen muss, um den figürlich inszenierten Wunsch des Einzelnen zu entdecken.
Form und Größe, Position, sowie das inszenierte Wort selbst, beschreiben den Charakter und seine Rolle in dem Stück.