15 O du mein schön’ Utopia Abschlussarbeiten
Was wäre, wenn…
… es das perfekte Utopia gäbe? Einen Staat, der seinen Bürgerinnen und Bürgern
die »perfekte« Gesellschaft in Form eines Konsumparadieses suggerieren und auch schaffen würde. Jeder könnte sich den Freuden des Kaufens und Verbrauchens (scheinbar) ungehindert und nach freiem Willen hingeben und so die »Glückseligkeit auf Erden« erfahren.
Aber was ist, wenn…
… diese funkelnde Utopie hinter der glänzenden Fassade in Wahrheit eine Dystopie darstellt und die scheinbar freie Auswahl aus dem Füllhorn der Angebote tatsächlich nur das gesteuerte und manipulierte Ergebnis einer gigantischen Überwachungs- und Kontrollmaschinerie ist?
In meiner Diplomarbeit beschäftige ich mich mit einer Gesellschaft innerhalb einer historisch etwas »abweichenden« Parallelwelt. In ihr wird unschwer eine Schweiz erkennbar, deren Bevölkerung in umfassender Weise überwacht, manipuliert und gesteuert wird. Durch Zufall kommt ein Bürger, der innerhalb dieses Systems lebt, in den Besitz verschiedener Fragmente einer Akte, welche über ihn angelegt worden ist. Schnell wird dem Betroffenen klar, dass sein bisheriges Leben und alle früheren, scheinbar frei gefassten Entscheidungen von außen gesteuert und demgemäß fremdbestimmt waren.
Die präsentierten fiktiven »Dokumente« zwingen zu Rückschlüssen auf Mechanismen und Maßnahmen in unserer eigenen Gesellschaft in unserer tatsächlichen, realen Gegenwart.
David Wolpert
http://www.davidwolpert.com
15 Kommentare
Ganz großes Kino.
Super!
Beeindruckend. Intelligent. Konsistent bis ins Detail!
**Königlich**
Köstlich. Äußerst delikatiös.
Stasi ist ja – Gott sei Dank – nicht mehr.
Aber kannst Dich ja mal bei Google vorstellen ; )
“Stasi ist ja – Gott sei Dank – nicht mehr.
Aber kannst Dich ja mal bei Google vorstellen ; )”
Warum Google? Was unser Staat heute mit uns veranstaltet geht weit über Google hinaus. Na, wer hat gegen Streetview gewettert? Dabei gibt es genug deutsche Privatunternehmen die für den Staat arbeiten und alle möglichen Daten über uns Sammeln, auch Luftbild/Straßenaufnahmen unserer Wohnräume (bspw. Wohnraumisolation) welche mit allen möglichen Daten verküpft werden. (SCHUFA, Arbeitsamt, Ortsamt, Finanzamt …)
Ach mensch … zum Design: Schick!
Aber langsam wünsche ich mir in Deutschland mehr Wabi-Sabi.
@ hendrik granna
War doch nur ’n Gag …
@R::bert
Is ja auch in Ordnung, langsam nervt dieses rumgebashe von Google überall.
Wobei ich ja auch nicht voll und ganz sicher bin mit Google …
Vorallem diese Streetview argumentationen … baaah.
Tolle Arbeit!
Ich mag das Endlospapier, sehr schön!
ehrlich gesagt kann ich anhand der bilder und dem dazugehörigen konzept kein urteil über die eigentliche arbeit fällen. von daher kann ich ‘wahnsinnig geil’ nicht nachvollziehen – und ich weiss nicht wie es die hier anwesenden können.
Sehr geil !!!
Das Erscheinungsbild macht ‘nen grandiosen Eindruck, inhaltlich auf diesem Weg schwer zu beurteilen – “wahnsinnig geil” ist allerdings, das David eine Idee, die wohl vielen Leuten im Kopf rumspukt, realisiert hat…
@David: melde Dich doch bitte mal bei uns, wenn Du magst
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Georg Rabensteiner
Wahnsinnig geil!