Das Schulgebäude der Grundschule Isestraße in Hamburg-Harvestehude ist in sogenannte Compartments gegliedert, die als überschaubare Lerneinheiten organisiert sind. Jeder dieser Bereiche ist mit einem eigenen Vogelzeichen versehen. Die Symbole fungieren als identitätsstiftende Marker: Sie machen Räume unterscheidbar, geben ihnen einen Charakter und unterstützen die Kinder dabei, sich nicht über Beschriftung, sondern über Bildhaftigkeit und visuelle Kontinuität zu orientieren.
Ergänzt wird dieses Konzept durch ein Piktogrammset für unterschiedliche Nutzungen wie Schulhof, Werkstatt, Pausenbereiche sowie Musik, Kunst und Sport. Die Piktogramme übersetzen Funktionen in klare, reduzierte Zeichen und erleichtern die Zuordnung von Orten im Schulalltag. Dabei wird deutlich, dass nicht jeder Raum die gleiche Sprache benötigt: Während bestimmte Bereiche textlich gekennzeichnet sind, setzen andere bewusst ausschließlich auf Symbole – etwa dort, wo Kinder die Hauptnutzer sind.
Der Schriftzug an der Fassade markiert die Schule im Stadtraum und bildet den ersten Orientierungspunkt noch vor dem Betreten des Gebäudes.
Insgesamt entstand in der Grundschule Isestraße eine Signaletik, die weit über funktionale Wegweisung hinausgeht. Sie schafft Sicherheit bei den Kindern, stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und macht Orientierung zu einem selbstverständlichen Teil des Lernens – unabhängig von Sprache und Lesefähigkeit.
Die verwendete Schriftart ist Fictional von Jonas Type.