Projekt

KribbelZeit – Lernmaterialien für Grundschüler zur Sexualerziehung

Im Juni 2019 habe ich meinen Masterabschluss an der Kunstuniversität Linz in Österreich absolviert, meine Arbeit ist vorwiegend in Deutschland in Zusammenarbeit mit einer deutschen Grundschullehrerin entstanden.

Die Masterarbeit „KribbelZeit“ – Lernmaterialien zur Sexualerziehung widmet sich der Sexualerziehung im deutschen Grundschulunterricht in der 4. Klasse. In Zusammenarbeit mit PädagogInnen entstand eine Sammlung von Lernmaterialien, die zur Unterstützung des Aufklärungsunterrichts dienen. Die Lehrkräfte können mit den Inhalten flexibel und kreativ arbeiten.

Die Arbeit besteht aus einem Ordner, einem Früchtebeutel, einem Lexikon und einem Informationsblatt zum Vervielfältigen für die Eltern zu den Unterrichtsmaterialien. Um das Thema einfach und punktuell den acht- bis elf-Jährigen zu vermitteln besteht die Masterarbeit zum großen Teil aus klaren Illustrationen und einzelnen Wortkarten.

Durch „KribbelZeit ziehen sich zwei Schriftarten, die serifenlose Linear-Antiqua-Schrift Univers und eine Kinderhandschrift. Sie bildet in Kombination mit der Handschrift ein ausgewogenes Zusammenspiel und kann von Kindern leicht gelesen werden. Die Handschrift baut eine Brücke zur jungen Zielgruppe auf. Durch ihren geringen Einsatz im Ordner und den Postern schränkt sie den Lesefluss nicht ein.

Drei Leitfarben führen den Nutzer durch die Arbeit. Bewusst wurde Rosa nicht den Mädchen und Blau nicht den Jungs zugeordnet. So steht Lila für beide Geschlechter, Blau für Mädchen und Gelb für Jungs.

Bei der Bildsprache habe ich mich für Illustrationen entschieden, weil sie anschaulich sind, sie können vereinfachen, erklären und frei sein. Illustrationen können komplexe Inhalte verständlich erklären und auf das Wesentliche herunter brechen. Die Kinder in der 4. Klasse stehen kurz vor ihrer Pubertät. Viele fühlen sich nicht ernst genommen oder zu kindlich von den Erwachsenen behandelt. Es kann sein, dass sie sich deshalb vor manchen Themen verschließen, wenn sie auf einem zu kindlichen Niveau präsentiert werden, deshalb sind die Illustrationen bewusst nicht zu niedlich gestaltet.

Designer
Anna Eickhoff