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5 Fragen an Razorfish zum Thema Ausbildung und Bewerbung

Antworten von Elke Klinkhammer, Executive Creative Director bei Razorfish

Wie soll eine gute Bewerbung aussehen?

Klinkhammer: Razorfish ist eine Kreativagentur für digitales Marketing, daher gilt für Bewerbungen ‚digital only’. Entscheidend ist vor allem das Portfolio – es zeigt uns die kreative Kompetenz und das Potenzial des Bewerbers. Zudem ist der Lebenslauf die Visitenkarte eines jeden guten Gestalters und sollte den Qualitätsanspruch des Portfolios unterstützen: Daher sollte der Lebenslauf übersichtlich und klar sein. Das Anschreiben sollte das Interesse für Razorfish zum Ausdruck bringt. Gute Zeugnisse runden eine erfolgreiche Bewerbung bei uns ab.

Was erwartet ihr von Bewerbern?

Klinkhammer: Für unsere spannenden und anspruchsvollen digitalen Projekte erwarten wir von den Bewerbern Ideenreichtum, Neugier und Mut zu Neuem. Kreative Exzellenz und Freude daran, Herausforderungen anzunehmen und sich weiterzuentwickeln, gehören ebenfalls dazu. Da Razorfish eine Kultur der Kollaboration lebt und agil arbeitet, sind außerdem exzellente Team- und Communication Skills sehr wichtig. Die Fähigkeiten, interdisziplinär zu denken und vorausblickend und lösungsorientiert zu handeln, sind ideale Voraussetzungen. Bewerber sollten zudem eine große Leidenschaft für ihr Schaffen mitbringen. Und nicht zuletzt: gutes Englisch. Denn wir sind eine internationale Netzwerk-Agentur.

Wie sollte ein gutes Portfolio aussehen?

Klinkhammer: Ein gutes Portfolio muss strukturiert und kompakt sein, denn weniger ist mehr. Bewerber sollten daher ihre Highlight-Projekte herausstellen, die sowohl Leidenschaft, als auch handwerklichen Fähigkeiten zeigen: Wenn ich mich als Motion Designer bewerbe, dann natürlich mit Animation oder einem Show reel. Und wenn ich mich als Designer bewerbe, dann sollte auch das Portfolio überzeugend gestaltet sein ohne von den eigentlichen Arbeiten abzulenken. Die eigene Handschrift zeigt sich in einem guten Portfolio ebenso wie Herzblut und das Kreativ-Potenzial.

Neben ihrem Portfolio können Bewerber auch freie Arbeiten, Diplomarbeiten, Moodboards oder Ideen auswählen, die vielleicht privat entstanden sind – diese zeigen oft viel klarer die Ästhetik eines Designers und können zum persönlichen Gespräch mitgebracht werden.

Wie wichtig ist ein Studium als Voraussetzung für die Arbeit in Agenturen?

Klinkhammer: Unser Anspruch an Qualität und interdisziplinäres Arbeiten ist hoch, in erster Linie kommt es uns jedoch auf den Menschen an. Wenn ein Bewerber zu uns passt und zudem ein Portfolio mit hohem Kreativpotenzial mitbringt, dann ist ein abgeschlossenes Studium nicht ausschlaggebend – dafür Talent umso mehr.

Ist für den Berufseinstieg eher eine große Agentur ratsam oder eine Kleine?

Klinkhammer: Die Größe einer Agentur ist für den Berufseinstieg nicht entscheidend. Allerdings haben Netzwerk-Agenturen wie Razorfish Vorteile wie die Internationale Zusammenarbeit sowie das Arbeiten für globale Kunden. Hier bieten sich spannende Perspektiven für Berufsanfänger und interessante Karrieremöglichkeiten für Talente.

Generell rate ich jedem Berufseinsteiger im Bewerbungsprozess auf drei Dinge zu achten:
1. Die kreative Exzellenz – ist die Agentur stolz auf ihre Arbeit?
2. People – sind dort interessante Menschen, von denen ich etwas lernen kann?
3. Kultur – kann ich mich hier wohlfühlen? Passt das kreative Umfeld zu mir?

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