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Über Veredelung und hochwertiges Drucken

Bölling gehört zu den besten Adressen in puncto Prägedruck und Druckveredelung. Wir haben Marco Bölling, Geschäftsführer und Inhaber von Bölling Prägedruck, zum Interview gebeten.

Welche Veredelungsmöglichkeiten sind aktuell technisch möglich und was wird in Zukunft vielleicht machbar sein?

Ein weites Feld. technisch möglich ist so einiges. Wir kommen von den klassischen Veredelungstechniken: Blindprägung, Heißfolienprägung, Stahlstich und deren spannenden Kombinationen. Was möglich ist, hat natürlich auch viel damit zu tun, was gerade gewünscht wird. Das muss mitunter nicht neu erfunden werden. Vor einigen Jahren war der Buchdruck das »normale« Druckverfahren, bevor er durch den Offsetdruck abgelöst wurde. Heute begreift man es als Veredelungsverfahren und sagt »Letterpress« dazu – klare, ehrliche und haptisch ansprechende Drucksachen. Ich begreife diesen Trend als Gegenbewegung zu X-Farben-plus-Inline-Doppelt-und-Dreifach-Lack und Digitaldruckwahn. Die Anbieter digitaler Drucksysteme haben den Aspekt der Veredelung für sich erkannt und hier erwarte ich für die Zukunft weitere Lösungen. Was derzeit geboten wird, ist zwar eine Abgrenzung zu bestehenden Systemen und damit aus Sicht der Anbieter sicher ein Alleinstellungsmerkmal, aber – seien wir ehrlich – damit allein entstehen keine Produkte, die Menschen wirklich berühren.
Wir haben uns den Ruf des Problemlösers geschaffen. Wenn keiner mehr weiter weiß, dann landet es sehr oft auf unserem Tisch. Dadurch kommen wir mit den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen in Berührung und haben für viele Dinge, die wir nicht im eigenen Haus leisten können, herausragende Partner gefunden. Teils kommt unsere Arbeit der eines Produktioners gleich. Hierin liegt meines Erachtens nach ein wichtiger Punkt für die Zukunft von Veredelungen: es braucht nicht noch mehr neue Techniken und Möglichkeiten, sondern es braucht erst einmal jemanden, der den Überblick behält und weiß, was funktioniert und was nicht, was man kombinieren kann und was nicht.

Wann macht Druckveredelung Sinn und wann ist sie unter Umständen zu viel des Guten?

Interessant, dass diese Frage an uns als Ausführende gerichtet wird, da zur Beantwortung eher strategische bzw. konzeptionelle Erwägungen, die in den Bereich des Werbers oder Kreativen fallen, maßgeblich sind. Dennoch: es gibt ein paar ganz nüchterne und technische Umstände, die eine Veredelung quasi unverzichtbar machen, z. B. Fälschungssicherheit bei Konzertkarten oder Modelabels.
Können Druckveredelungen Sinn haben? Streng genommen doch eigentlich nicht, da eine Botschaft ohne jede Veredelung gelesen werden kann. Scheinbar gibt es da aber noch etwas mehr als die bloße optische Wahrnehmung, um Menschen zu berühren, denn sonst müsste das weltweite Netz, doch all unsere Bedürfnisse befriedigen. Ein gut integriertes Gesamtkonzept mit ehrlicher und überzeugender Kommunikation ist das, was Sinn ergibt. Drucksachen mit gezielt eingesetzter Veredelung im Einklang mit hochwertig gestalteten und produzierten elektronischen Medien – das eine schmeichelt dem anderen und ergänzt es.
Zuviel des Guten ist es immer dann, wenn eine Drucksache konzipiert wird, ohne die Veredelung vom ersten Gedanken an zu berücksichtigen. Dann wirkt es aufgesetzt und unstimmig.

Gibt es technische Grenzen in der Umsetzbarkeit und wenn ja, welche? Was war die ungewöhnlichste Veredelungsanfrage, die euch je gestellt wurde?

Technische Grenzen werden durch die Physik vorgegeben. Papier und Karton sind Naturprodukte, die Schwankungen unterworfen sind – zum Beispiel bei Änderungen von Temperatur und Luftfeuchte. Die Gretchenfrage ist letztendlich: was ist zu tun, um bis zur Grenze des physikalisch Machbaren vorzustoßen? Oft sind es ganz einfache Dinge, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, wie zum Beispiel der Zeitfaktor. Ist die Zeitvorgabe so eng, dass man gezwungen ist, das Material, das eben noch bei -10°C im Laderaum des Papiertransporters war, sofort in die Maschine zu nehmen, darf man sich nicht wundern, dass am nächsten Tag kein Passer mehr zu erzielen ist. Mit Erfahrung, sorgfältiger Planung und einem angemessenen Zeitplan lassen sich unglaubliche Dinge in die Tat umsetzen.
Die ungewöhnlichste Veredelungsanfrage? Das ist schwierig zu sagen, da wir uns jeden Tag mit Außergewöhnlichem befassen. Der eine findet echtes Blattgold irre, der andere wünscht dramatisch erhabene Prägungen, ohne auf der Rückseite den Gegendruck zu sehen, und ein Dritter will zudem, dass die Ausstattung für seine neue Yacht pünktlich von einem adretten, mit grauem Anzug veredelten Mann am Pier eines schmucken süditalienischen Hafenstädtchens angeliefert wird.
Wir suchen weltweit nach Materialien, um die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen, gibt es sie nicht, recherchieren wir Möglichkeiten um sie anzufertigen.

Was macht für Dich ein qualitativ hochwertiges Papier aus?

Abstrakt: Es wäre zu einfach über Stoffzusammensetzungen, Eigenschaften und Eignung für verschiedene Verfahren zu dozieren. Die Wahl von Papier und Karton muss in das Konzept passen und mit der Persönlichkeit der Person oder des Unternehmens harmonieren.

Persönlich: Ich war schon immer verliebt in Papiere und Kartons mit hohem Baumwollanteil. Wenn die Oberfläche dem weichen Frotteehandtuch aus dem Marmorbad eines Weltklassehotels gleichkommt, dann ist es das Material, das mir gefällt. Großartig finde ich auch Bambus- oder Eukalyptuspapiere, die meine Vorliebe in Sachen Haptik mit einem Beitrag zum Umweltschutz vereinen.

Gibt es Projekte, die ihr gerne mal machen würdet, aber aufgrund fehlender Möglichkeiten bisher nicht machen konntet?

Der Schuster trägt bekanntlich die schlechtesten Schuhe. Unsere eigenen Projekte stehen leider nur zu oft hinten an, weil uns unsere Kunden glücklicherweise stets auf Trab halten. Seit langer Zeit wünsche ich mir ein Projekt, das eine schöne Kalligraphie mittels Buchdruck in Szene setzt. Das werden wir demnächst angehen – ungezwungen und ohne wirtschaftliches Interesse, einfach weil es Spaß machen soll. Ansonsten: ich wüsste gerne, wie gut die Visitenkarten unserer Kanzlerin sind und möchte schauen, was man da noch besser machen kann.

Wie seht ihr eure Zukunft gerade vor der Entwicklung aktueller Technologien wie iPad und Co.?

Ich denke, wir sind nun langsam dort angekommen, dass jeder weiß, wofür etwas am sinnvollsten angewendet werden kann. Digitaldruck und Onlinedruckereien haben ihre Berechtigung und tragen mit On-demand-Produkten dazu bei, dass weniger in Lager genommen und weniger Papier sinnlos bedruckt werden muss. Das weltweite Netz mit seinen immer reicheren Anwendungen liefert die Informationen und Lösungen, die ich in einer bestimmten Sekunde benötige. iDevices helfen im Alltag, unterhalten und machen Freude.
Es gibt jetzt und in Zukunft genug Geschäftsmodelle und Anlässe, die das Gegenübertreten von Menschen beinhalten – und das beginnt zumeist mit einer Visitenkarte. Wir sehen unsere Mission darin, die aufrichtige Kommunikation einer Person oder eines Unternehmens in diesem Moment durch eine tadellose Drucksache zu untermauern.

Interview von Nadine Roßa & Patrick Marc Sommer

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