Für den Berliner Verlag paruspaper entstand eine vierteilige illustrierte Postkartenserie, die dem vorweihnachtlichen Trubel eine geborgene, entschleunigte Gegenwelt eröffnet. Die Illustrationen wurden rein analog mit Papier und Schere gefertigt, feinfühlig durch Zeichnungen ergänzt und anschließend digital zum fertigen Druckmotiv ausgearbeitet. Dieser spürbar handwerkliche Ursprung verleiht den Bildern eine große Wärme und macht den Wert des Haptischen greifbar.
Ganz im Sinne des Verlagsanspruchs der „nutzfeinen Papeterie“ machen die auf mattem, aquarellartig-rauem Spezialnaturkarton gedruckten Karten das Schreiben eines persönlichen Grußes wieder zu einem bewussten Ritual des Innehaltens – als wertgeschätzte, analoge Geste im digitalen Alltag.
Erzählerischer roter Faden ist die heimische Vogelwelt als charmantes Entdecker-Detail. In Anlehnung an den Verlagsnamen (Parus = Meisenfamilie) taucht die Blaumeise – als Symbol für Naturverbundenheit und Lebensfreude – in drei Außen- und Fensterszenen auf. Im Motiv mit dem Fahrrad-Christbaum schaut ein Rotkehlchen aus den Tannenzweigen hervor. Als gemeinsamer visueller Nenner zieht sich dicker Schneefall durch alle Bilder – ein nostalgisches Stilmittel der Stille und Sehnsucht nach verschneiten Wintertagen.