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Einreichung

Für das neue Hallenbad in Herzogenrath entwickelte Studio Gourdin das Leit- und Orientierungssystem. Ausgangspunkt des Konzepts war das prägende Element des Gebäudes: das Wasser. Dessen Bewegung bildet die Grundlage für die grafische Sprache der Signaletik. Fließende Linien greifen Wellen, Strömungen und Lichtreflexionen auf und übersetzen die Dynamik der Wasseroberfläche in ein durchgängiges grafisches Motiv, das sich durch die verschiedenen Bereiche des Gebäudes zieht. Die grafische Sprache des Systems ist dabei nicht als reine Dekoration gedacht, sondern übernimmt eine aktive Rolle in der räumlichen Orientierung und Identitätsbildung. Das aus dem Wasser abgeleitete Linienmotiv erscheint großformatig auf Glasflächen, setzt sich über die Schließfachanlagen hinweg fort und findet sich in zahlreichen Details der Signaletik wieder. Eine besondere Rolle spielt die Schließfachanlage, die zur größten zusammenhängenden Grafikfläche des Hallenbads wird: Während die einzelnen Linien und Formen aus der Nähe nahezu zufällig wirken, entsteht erst mit zunehmender Distanz eine lesbare Gesamtkomposition. So wird ein funktionales Element zu einem prägenden Bestandteil des Ortes. Auch in weiteren Bereichen des Gebäudes wird das Gestaltungskonzept konsequent fortgeführt. Im Kinderbereich greifen Mosaikflächen das Leitmotiv der Wasserbewegung auf und übertragen es in die Architektur. Die grafischen Elemente dienen hier nicht der Orientierung im engeren Sinne, sondern verbinden die einzelnen Bereiche visuell miteinander. So entsteht über die Signaletik hinaus eine durchgängige Gestaltungssprache, die den Wiedererkennungswert stärkt und das Hallenbad als zusammenhängenden räumliche Einheit erfahrbar macht. In einem Hallenbad treffen Familien, Schulklassen, Vereinsmitglieder und Freizeitschwimmer_innen mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Routinen aufeinander. Informationen müssen daher schnell erfassbar, intuitiv verständlich und weitgehend unabhängig von Sprache funktionieren. Für die verschiedenen Bereiche der Umkleiden, Duschen und Sanitäranlagen konzipierte Studio Gourdin eine eigenständige Piktogrammfamilie. Die Piktogramme kennzeichnen die wichtigsten Funktionsbereiche eindeutig und integrieren sich gleichzeitig selbstverständlich in die grafische Gesamtgestaltung. Sie zeigen, dass funktionale Information und gestalterischer Anspruch kein Widerspruch sein müssen. Das Projekt verdeutlicht, wie Signaletik über die reine Wegeführung hinauswirken kann und zum wichtigen Teil des räumlichen Erlebnisses wird. Die Signaletik entstand im Auftrag von Slangen + Koenis Architecten.

Signaletik Hallenbad Herzogenrath

Für das neue Hallenbad in Herzogenrath entwickelte Studio Gourdin das Leit- und Orientierungssystem. Ausgangspunkt des Konzepts war das prägende Element des Gebäudes: das Wasser. Dessen Bewegung bildet die Grundlage für die grafische Sprache der Signaletik. Fließende Linien greifen Wellen, Strömungen und Lichtreflexionen auf und übersetzen die Dynamik der Wasseroberfläche in ein durchgängiges grafisches Motiv, das sich durch die verschiedenen Bereiche des Gebäudes zieht. Die grafische Sprache des Systems ist dabei nicht als reine Dekoration gedacht, sondern übernimmt eine aktive Rolle in der räumlichen Orientierung und Identitätsbildung. Das aus dem Wasser abgeleitete Linienmotiv erscheint großformatig auf Glasflächen, setzt sich über die Schließfachanlagen hinweg fort und findet sich in zahlreichen Details der Signaletik wieder. Eine besondere Rolle spielt die Schließfachanlage, die zur größten zusammenhängenden Grafikfläche des Hallenbads wird: Während die einzelnen Linien und Formen aus der Nähe nahezu zufällig wirken, entsteht erst mit zunehmender Distanz eine lesbare Gesamtkomposition. So wird ein funktionales Element zu einem prägenden Bestandteil des Ortes. Auch in weiteren Bereichen des Gebäudes wird das Gestaltungskonzept konsequent fortgeführt. Im Kinderbereich greifen Mosaikflächen das Leitmotiv der Wasserbewegung auf und übertragen es in die Architektur. Die grafischen Elemente dienen hier nicht der Orientierung im engeren Sinne, sondern verbinden die einzelnen Bereiche visuell miteinander. So entsteht über die Signaletik hinaus eine durchgängige Gestaltungssprache, die den Wiedererkennungswert stärkt und das Hallenbad als zusammenhängenden räumliche Einheit erfahrbar macht. In einem Hallenbad treffen Familien, Schulklassen, Vereinsmitglieder und Freizeitschwimmer_innen mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Routinen aufeinander. Informationen müssen daher schnell erfassbar, intuitiv verständlich und weitgehend unabhängig von Sprache funktionieren. Für die verschiedenen Bereiche der Umkleiden, Duschen und Sanitäranlagen konzipierte Studio Gourdin eine eigenständige Piktogrammfamilie. Die Piktogramme kennzeichnen die wichtigsten Funktionsbereiche eindeutig und integrieren sich gleichzeitig selbstverständlich in die grafische Gesamtgestaltung. Sie zeigen, dass funktionale Information und gestalterischer Anspruch kein Widerspruch sein müssen. Das Projekt verdeutlicht, wie Signaletik über die reine Wegeführung hinauswirken kann und zum wichtigen Teil des räumlichen Erlebnisses wird. Die Signaletik entstand im Auftrag von Slangen + Koenis Architecten.

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