Design made in Germany

Einreichung

Fons Hickmann entwirft Plakatkampagne für die Semperoper Dresden. Die Serie von Postern, Flyern und Büchern für die Semperoper ist nun komplett und präsentiert.

»Für die Plakatserie griffen wir auf historische Stiche und Malerei zurück, fragmentierten sie und fügten sie neu zusammen. Die Collage bot ein ideales Interaktionsfeld, wobei wir geschichtliches Material mit Farbflächen kombinieren. Es ist eine Technik der modernen Oper, historische Stücke neu zu interpretieren, dieser Technik bedient sich auch unser Design.«

Die Kampagne entstand im Zuge des gesamt Corporate Design, das Fons Hickmann m23 seit 2009 für die Semperoper entwickelt.

Fons Hickmann
http://www.m23.de

Fons Hickmann M23 http://www.m23.de

Großartig! Ich kann mir gut vorstellen, dass sich hieran wieder die Geister scheiden werden aber ich bin absolut angetan. Die Umsetzung, die Tiefe, das Spiel mit dem Logo, die alten Stiche… Ich würde gerne eines (mindestens…) daraus in meiner neuen Wohnung und hier in der Agentur aufhängen.

Ansprechend und sehr Interessant! Ein schönes Wechselspiel zwischen Historie und modernen Formen und Farben.
Ein kleines Manko wäre für mich um das Thema "Plakativ" ... die Informationen stellen sich etwas in den Hintergrund
auch wenn das Motiv für sich spricht wäre es doch für mich als Betrachter wichtig - "Wann, Wo und Was"
Aber bitte nicht als negative Kritik verstehen - es liegt doch im Auge des Betrachters und man muss auch sagen,
die Grafiken laden zum verweilen ein somit erfasst man letztendlich auch die Informationen ;)
Und ich kann mich nur anschließen - gern würde ich eines der Plakate meine Wand zieren lassen.

Das sieht richtig cool aus! Bekomme ich direkt Bock mir eine Aufführung anzusehen.

Die Verschränkung von Signet und Stich ist schön, aber besonders beim Magenta des Orlando-Plakats habe ich den Eindruck, die Hausschrift der Telekom zu sehen.

Auf den ersten Blick wirken die Plakate wirklich hip, ganz schön hip sogar, wenn es sich um eine Stadt wie Dresden handelt. Ich bin hier geboren und immer wieder sehr glücklich Gast sein zu dürfen, aber modern ist Dresden keinesfalls. Ist ja auch nicht schlimm, denn historisch, traditionell und kulturell bekommt man eine ganze Bandbreite geboten. Wenn ich mich an meine Besuche in der Semperoper zurückerinnere, dann fällt mir auch auf, dass ich mit Abstand der jüngste Besucher war. Der Schnitt lag bei über 50, würde ich schätzen. Ich frage mich, warum die Plakate nun auf eine junge Zielgruppe anspielen, die rein gar nichts mit der Oper am Hut hat. Neues Publikum erschließen? Braucht das die Oper? Es gibt immer mehr alte Menschen und alte Menschen fühlen sich in der Semperoper besonders wohl. Das Haus wird wohl kaum leer bleiben. Was soll nun dieses knallige bunte Erscheinungsbild? Es ist Geschmackssache. Vielleicht nicht gerade der Geschmack älterer Leute, aber bestimmt der Geschmack der jungen und hippen Gestalter. Jetzt gibt es aber eine, wirklich nur eine Sache, die ein Plakat erfüllen sollte: Es soll eine Information übermitteln. Auch wenn jetzt, meiner Meinung nach, schon die falschen Leute angesprochen werden, dann können diese doch nie und nimmer entziffern, was auf den Plakaten steht. Wenn ich nicht zufällig an einer Bahnhaltestelle direkt mit meiner Nase davor stehe, kann ich weder Datum, Ort noch Autor lesen. Die Schrift ist zu dünn und der Untergrund viel zu unruhig. Das ist nicht der Sinn der Sache. Auch wenn ich mir die Plakate in mein Zimmer hängen würde, weil sie mich optisch ansprechen, sind sie aus gestalterischer Sicht ein einziges Desaster.

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