Na gut, dann wollen wir mal schauen, wie tot. Während andere hektisch neue Selbstbilder konstruieren, haben wir uns etwas Altmodisches gegönnt: Wir haben eine Broschüre gemacht. Nicht nur als Marketingmaßnahme, sondern als persönliches Selbstgespräch, als haptisches Stück Selbsterkenntnis, als kleines „In-der-Hand-halten-ist-auch-eine-Botschaft“. Und gleichzeitig als freundliche Erinnerung daran, wie reflexhaft wir alle geworden sind, sofort digital zu denken – statt erst einmal zu spüren, was wir eigentlich sagen wollen.
„Net esu laaang schwaade!“ – dieser kölsche Stoßseufzer wurde unser Startschuss. Weniger reden, mehr zeigen. Weniger Buzzwords, mehr Haltung.
Also haben wir uns die wirklich wichtigen Fragen gestellt: Wer sind wir? Wofür stehen wir? Was wollen wir können und was können wir schon? Und wie fühlt sich das an, wenn es nicht in ein Pitchdeck muss, sondern aufs Papier?
So sind 40 Seiten entstanden, die mehr sind als eine Imagebroschüre. Sie sind ein Spiegel, eine Einladung. Für alle, die uns (hoffentlich) kennenlernen wollen – und für die, die uns schon lange kennen.
Denn zwischen den Zeilen steckt auch das Eingeständnis: So einiges, was wir früher waren, sind wir heute nicht mehr. Und das ist gut so.
Und natürlich endet das Ganze nicht damit, dass die Broschüre fertig gedruckt im Regal liegt. Farbwelten, Typo, Bildsprache, Tonalität – all das lebt jetzt in diesem einen physischen Objekt. Und will raus: in digitale Kanäle, in Präsentationen und in Köpfe.
Denn wenn Aufmerksamkeit knapp ist, muss Sichtbarkeit laut und mutig sein. Unsere Broschüre ist der Auftakt. Der Rest ist kein vager Prozess, sondern unser Agenturspielfeld.
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Konzept & Text
Yannick Günther, Jürgen Walburg
Art Direction
Wiebke Becker, Jürgen Walburg
Layout, Satz & Grafik
Wiebke Becker, Natalie de Vries, Denis Mehmedagic
Fotografie
Daniel Schweigler
Korrektorat
Jana Daher
Projektleitung
Alexandra Adams