Sport und Informatik, Automobilentwicklung und KI, Logistik und Forschung: Dazwischen liegen Welten. Oder? Bei näherer Betrachtung zieht sich eines wie ein roter Faden durch diese sehr unterschiedlichen Gebiete: das Streben nach Geschwindigkeit und Fortschritt. Mehr FLOPS, mehr Bytes, mehr km/h. Schneller, besser, stärker.
Die Superfamilie »Mainboard« von Identity Letters entstand aus dem Wunsch, diesen Ambitionen einen typografischen Ausdruck zu verleihen. Im Kern ist Mainboard eine glatte, windschnittige und dezidiert technisch wirkende humanistische Serifenlose, die sich gleichermaßen für Höchstleistungen in technisch-abstrakten wie auch körperlich-physischen Bereichen eignet.
Statt Spornen weist sie aerodynamisch geglättete Kurven auf, was sich insbesondere in charakteristischen Minuskeln wie »g«, »n« und »r« zeigt. Dieses visuelle Konzept durchwebt alle Zeichen der Schrift (auch jene, die von Hause aus ohne Sporne daherkommen) und verleiht ihr eine zukunftsgewandte, optimistische Persönlichkeit.
Die schwungvolle Außenhaut spannt sich dabei über ein harmonisch proportioniertes Skelett, das es der Schrift erlaubt, auch in Lesegrößen einen hervorragenden Grauwert zu erzielen – eine Eigenschaft, an der es manchem Wettbewerber aus demselben Schriftgenre mangelt.
Da spornlose Schriften oft als technologiebezogen wahrgenommen und entsprechend eingesetzt werden, ist Mainboard mit Hinblick auf den Einsatz auf Bildschirmen entwickelt worden. Große Punzenöffnungen und rechteckige Punkte erleichtern das Rendering auf grob aufgelösten Screens. In Schaugrößen und bei hoher Pixeldichte hingegen, etwa meterlang auf einer Bande am Fußballfeld oder über die Flanke eines Team-Busses hinweg, kommt die spannungsvolle Kurvensprache zur Geltung, die an die Stelle der erwarteten Sporne tritt. Ganz im Sinne der vorgesehenen, leistungsbezogenen Einsatzbereiche der Schrift funktioniert Mainboard von winzig auf ein PCB in Kleinstauflage gedruckt bis hin zu Stadion-dimensioniert bei großen Sportevents.
Egal ob im Einsatz für KI-Startups, Hardware-Brands, technische Forschungsberichte, Logistik- und Automobilkampagnen oder zeitgemäße Sportpublikationen: Mainboard soll unter der Haube genau so zuverlässig funktionieren wie an der attraktiven Oberfläche. Dazu ist die konventionell proportionierte Hauptfamilie mit 16 Schnitten ausgebaut – 8 Fettegrade jeweils mit passender Kursive. In mehr als 600 Glyphen stecken dabei eine Reihe OpenType-Funktionen wie Stilsets, mit denen das Erscheinungsbild einzelner Zeichen gesteuert werden kann; etwa ein zwei- oder einstöckiges »a«, ein schlichtes »l« oder ein gebogenes »r«. Unter den zahlreichen Ziffernsets finden sich solche in Kästen und Kreisen, was analog dazu auch für die Pfeile gilt. Natürlich braucht eine computerbezogene Schrift wie Mainboard zudem eine optionale durchgestrichene Null zur bestmöglichen Zeichendifferenzierung.
Für echtes Coding und attraktive Tabellenformatierung steht der Hauptschrift ein dicktengleiches Mitglied der Superfamilie zur Seite, die Mainboard Mono. In sieben Schnitten ist sie dem technischen Teil der genannten Branchen noch stärker zugeneigt und sowohl als Gebrauchs- bzw. Korrespondenzschrift wie auch als Brandingelement eine wertvolle Ergänzung.
Legt die Mainboard ihren Fokus darauf, gelesen zu werden, greift die Mainboard Mono deren Qualitäten auf und adaptiert diese für eine bestmögliche Erfahrung beim Schreiben und Editieren. Diese Dualität kann gerade in komplexen Designprojekten mit unterschiedlichen, klar definierten Rollen pro verwendeter Schriftart optimal zur Entfaltung gebracht werden, etwa im UI/UX-Design und allgemein der Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen.
Geschwindigkeit und Fortschritt, Hochtechnologie und Höchstleistungen, Technik und Sport sind das Terrain, in dem die Mainboard-Superfamilie zur Bestform aufläuft. So sorgt sie für klare Kommunikation und einen smarten Auftritt, während sie die immerwährende Jagd nach Weltrekorden begleitet oder den Quellcode der Zukunft schreibt.