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Fragen an Illustratoren: Dieter Braun

Wie war dein Einstieg in die Branche und was war dein erster Job?

Ende der Achtziger Jahre habe ich angefangen in Essen Kommunikationsdesign zu studieren. Am schwarzen Brett in der Uni hatte eine kleine lokale Werbeagentur nach einem Illustrator gesucht. Ich habe also meine erste Illustrationsmappe mit Studienarbeiten zusammengestellt und habe mich dort gemeldet. Von da an war ich quasi der Hauszeichner dieser Agentur. Ich kann mich an sprechende Hühner und tanzende Nasenbären erinnern. Welche ich zuerst gezeichnet habe, weiß ich nicht mehr genau.

Arbeitest du hauptsächlich als Illustrator oder hast du noch andere Schwerpunkte und falls ja, welche?

Gegen Ende des Studiums habe ich neben Illustrationsjobs auch Grafikaufträge angenommen.
Seit ich Mitte der 90er nach Hamburg gezogen bin arbeite ich allerdings ausschließlich als Illustrator und Kinderbuchautor.

Auf welchen Themenbereich hast du dich spezialisiert? Wie würdest du deinen Stil beschreiben? Mit welchen Techniken arbeitest du?

Meine Illustrationen sind oft reduziert und grafisch, mit einem Hang zu Retro und gedeckten Farben. 
Dabei kombiniere ich gerne Vektor-Illustration mit Handgezeichnetem und diversen Strukturen. Die Themen variieren bei mir sehr stark. Früher habe viel für Frauenmagazine gearbeitet, heute illustriere ich mehr Wirtschafts- oder Gesundheitsthemen. Und ich arbeite für Kindermagazine. Was ich auch immer wieder kommt sind Landkarten und Infografik. Ich entwerfe gerne Icons und liebe es, Tiere zu zeichnen.

Digital oder Analog?

Der größte Teil meiner Arbeit ist digital, wobei ich das Ergebnis gerne so aussehen lasse, als wäre es analog entstanden oder als hätte ich eine alte Drucktechnik benutzt. In letzter Zeit zeichne ich auch wieder verstärkt Portraits mit dem Bleistift. Handgemachtes wird ja wieder sehr geschätzt. Ich finde die Diskussion darüber allerdings uninteressant. Solange eine Illustration und eine Idee gut ist, finde ich es egal, ob sie am Rechner entstanden ist, gemalt, gepixelt, gestickt oder gebastelt ist.

Gibt es ein Objekt, ein Thema, das für dich besonders schwer zu zeichnen ist?

Ich zeichne nicht so gerne Füße.

Wie ist dein Arbeitsprozess für eine Illustration?

Zuerst zeichne ich grobe Ideenskizzen. Die sind aber so simple, dass ich sie dem Kunden nicht zeige. Als Nächstes erstelle ich eine Vektor-
Illustration in Graustufen. Wenn diese abgesegnet oder korrigiert wurde, öffne ich den S/W-Entwurf in Photoshop und koloriere ihn dort. Wenn es passt, kommen noch Strukturen hinzu.

Was passiert, wenn einem Kunden deine Illustration überhaupt nicht gefällt?

Meistens hat er ja bei den ersten Entwürfen schon die Auswahl, oder er kommt mit Änderungswünschen. Ich habe bei meiner Technik auch noch die Möglichkeit, in der fertig kolorierten Illu Änderungen vorzunehmen, da ich ja viel mit Ebenen arbeite. Ganz selten kommt es vor, dass dem Kunden die Entwürfe gar nicht gefallen. Dann mache ich entweder neue Entwürfe oder es wurde schon in der Redaktion eine Bildidee ausgedacht, die ich dann umsetzen soll.
Am liebsten habe ich aber freie Hand und der Kunde nickt die fertige, bunte Illustration sofort ab…

Welche Tipps kannst du jemandem geben der Illustrator werden möchte?

Zunächst würde ich auf jeden Fall ein Grafikdesign- oder Illustrationstudium empfehlen. Dabei fand ich es vor allem inspirierend auf so viele gestalterisch interessierte Menschen zu treffen und sich gegenseitig zu befruchten. Vor allem sollte man Illustrationsfan sein und alles aufsaugen, was man zu dem Thema in die Finger bekommt. Um dann mutig die verschiedensten Techniken auszuprobieren. Es ist glaube ich ein Irrglaube, dass man erst einen ganz konkreten, wiedererkennbaren Stil haben muss, bevor man mit einer Mappe losziehen kann. Einfach machen und LOS!

Wie gewinnt man als Illustrator Kunden?

Früher lief das ja durch klassische Akquise, also Mappen zusammenstellen, Termine bei Agenturen und Verlagen machen, vielleicht noch etwas da lassen. Diesen Weg finde ich immer noch gut und richtig, da der persönliche Eindruck doch sehr wichtig ist. Heute hat man zusätzlich noch viel mehr Möglichkeiten, auf sich und seine Arbeit aufmerksam zu machen. Eine Website oder ein Blog sind wichtig, man kann mittlerweile günstig Postkarten oder Hefte drucken lassen und an potenzielle Kunden schicken. Wenn es geht, sollte man versuchen, seine Arbeiten in Illustrations-Annuals wie FREISTIL oder 3×3 unterzubringen. Auch Facebook nutzen viele Illustratoren um ihre Werke zu präsentieren. Das wichtigste ist, seine Arbeit zu streuen und wo immer es geht zu zeigen, was man macht.

Wie siehst du den Stand der Illustration in Deutschland?

Wenn es nach mir ginge, könnte man Illustration in Deutschlang gerne noch etwas häufiger und mutiger einsetzen. Man hört doch manchmal den Spruch: »Die Chefredaktion hat sich jetzt doch für ein Foto an dieser Stelle entschieden.« Und dann sieht man bei manchen Heften nur dort Illustrationen, wo man nicht wieß, wie man den Text mit Fotos bebildern kann. Aber es gibt ja auch löbliche Ausnahmen.
Viele Leute, die mich fragen, was ich beruflich mache, können sich unter dem Beruf ILLUSTRATOR übrigens kaum etwas vorstellen.
Ich weiss allerdings nicht, ob das in anderen Ländern nicht genauso ist. Vielleicht ist es in Amerika anders, wo Illustration ja einen höheren Stellenwert hat. 

Wo ist für dich der Unterschied zwischen Kunst und Illustration?

Amerikanischen Kunden trennen ja nicht so genau zwischen Kunst und Illustration. Das finde ich schon irgendwie entspannt.
Aber ich persönlich würde das, was ich mache immer Illustration nennen, auch wenn es sich um freie Arbeiten – losgelöst von vorgegebenen Inhalten – handelt. Ich finde, das darf jeder halten, wie er will.

Dieter Braun
http://www.brauntown.com

Interviewserie mit Fragen von Nadine Roßa und Patrick Marc Sommer

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