Purpose Design – ökologisch, umweltfreundlich und sozial

0 Comments Blog 26.08.2021 - 09:49 Uhr

Was bedeutet »Purpose Design« oder »Meaningful Design«? Grob übersetzt bedeutet es »sinnstiftende Gestaltung«. Es ist sozusagen »Grafikdesign für die Guten«: für Unternehmen, Stiftungen und NGOs, die sich mit dem gesellschaftlichen Wandel, Tier- und Umweltschutz, Menschen, Frauen-, Kinder- und Tierrechten, Bildung etc. beschäftigen.

Wir als Ihre Designagentur wollen solche Organisationen bei der Gestaltung von Publikationen, Grafikdesign und Webdesign mit nachhaltiger Wirkung unterstützen: von der Idee bis zum fertigen Produkt. So wollen wir in der Zusammenarbeit mit Organisationen, die sich für Bildung, Gleichberechtigung, Kultur und Nachhaltigkeit einsetzen, aktiv zu einer fairen und nachhaltigen Zukunft beitragen. Wir möchten also sinnstiftende Organisationen auf dem Weg in ihre nachhaltig gestaltete Zukunft begleiten.

Unternehmen und Organisationen, die in das Design Ihrer Marke investieren, sind mittel- und langfristig erfolgreicher als Ihre Mitstreitenden. Genau deshalb sollte das Design nicht nur strategisch, sondern auch emotional authentisch und nachhaltig sein, damit es auf die Zielgruppe ansprechend wirkt und einen Wiedererkennungswert hat. Unser Ziel ist es daher authentisches, wirkungsvolles Design ökologisch und sozial nachhaltig zu entwickeln. Das bedeutet Unternehmen, Stiftungen, NGOs, Menschenrechts- und Frauenrechtsinstitutionen und Verlage dazu zu inspirieren, den Fokus auf ressourcenschonende, ökologischere Produktionsweisen und soziale Verträglichkeit zu legen. Gleichzeitig wollen wir durch zeitloses und funktionales Grafikdesign und Typografie die Gesellschaft ansprechen und damit das Ressourcenbewusstsein dieser verstärken.

Wie genau funktionieren denn nur sinnstiftende Gestaltung und nachhaltiges Grafikdesign? Das Übliche wie Recyclingpapier, Ökostrom, Drucker und Kopierer mit »Blauem Engel«, nachfüllbare Stifte, Online-Meetings statt Vor-Ort-Besprechungen und so weiter, kennt jeder. Aber es gibt so viel mehr, was beachtet werden kann, um den ökologischen Fußabdruck beim Grafikdesign positiv zu beeinflussen. Ökologisch zu gestalten bedeutet alle Aspekte genau unter die Lupe zu nehmen.

Die folgenden Faktoren beziehungsweise Eigenschaften sind dabei ausschlaggebend:

  • Materialeffizient
  • Materialgerecht
  • Schadstoffarm
  • Abfallarm
  • Recyclinggerecht
  • Logistikgerecht
  • Nutzungsgerecht
  • Sozial verträglich
  • Wirtschaftlich und erfolgreich

Gerade bei den gesellschaftlich wichtigen Themen wie Kultur, Umweltschutz, Menschen- und Frauenrechte und Bildung ist nachhaltiges, authentisches und ästhetisch überzeugendes Design von großer Bedeutung. Gutes Design und gute Typografie sind iterativ, das heißt – es werden im Hinblick auf Überzeugungskraft, Authentizität und Nachhaltigkeit immer wieder Ideen entwickelt, getestet und angepasst.

Meaningful Design oder auch »designing with purpose« bedeutet etwas zu erschaffen und dabei gleichzeitig Ziel/Zweck, Funktion, Ökonomie, soziokulturelle Faktoren und Ästhetik zu berücksichtigen. Bei der sinnstiftenden Gestaltung geht es vorrangig darum, ein langlebiges und hochwertiges Branding zu erstellen. Insbesondere wichtig ist es, im Vorfeld zu überlegen, wie die Botschaft am besten präsentiert und transportiert werden kann. Erreichen wir unser Publikum eher online oder offline? Wer genau ist unser Publikum? Welchen Teil der Gesellschaft möchten wir als Organisation direkt und überwiegend ansprechen? Ökologisch und umweltfreundlich Online- und Offline-Material gestalten – wo fangen wir da überhaupt an? Bei der Beantwortung dieser und weiterer wichtiger Fragen unterstützen wir als Designagentur unsere Kund:innen.

Bei Printmedien ist es essentiell, darauf zu achten, Drucksachen zu gestalten, die lange oder mehrfach nutzbar sind. Wenn oft etwas geändert wird bzw. werden muss, sollten möglichst kleine Auflagen gedruckt werden, um alles zu verbrauchen, bevor Änderungen integriert und eine neue Auflage in Auftrag gegeben werden. Bei den Materialien ist es äußerst wichtig auf nachhaltige und recyclingfähige Produkte zurückzugreifen, um den Druck so ökologisch und nachhaltig wie möglich zu machen. Recyceltes Papier zu nutzen, versteht sich von selbst. Aber warum eigentlich? Die Rohstoffe für Frischfaserpapier, Zellstoff, wird in Deutschland zu 80 % importiert. Das verwendete Holz stammt oft aus Urwaldgebieten. Durch den Recyclingprozess, bei dem erst nach fünf bis sieben Vorgängen Frischfaser hinzugegeben werden müssen, lässt sich die Verwendung dieser fast vollständig vermeiden. Auch bei den Farben gibt es große Unterschiede. Hierbei sollten mineralölfreie, schadstoffarme Bio-Farben verwendet werden, die beim Recyceln wieder herausgelöst werden können. Auf Neon- und Metallicfarben sollte verzichtet werden. Außerdem kann schon beim Design darauf geachtet werden Farbe zu reduzieren und schlichtere und gleichzeitig optisch überzeugende Online- und Offline-Medien zu gestalten. Die nachhaltigen Varianten der Veredlung sind Stanzung oder Blindprägung anstelle von Glanzlacken oder Folien. Und zu guter Letzt noch ein Tipp, um Vorhandenes umweltfreundlich weiterzuverwenden: alte Briefbögen, Fehldrucke und dergleichen sind prima Schmierzettel und ihre Rückseiten eignen sich ausgezeichnet für interne Probedrucke.

Selbstverständlich kann und muss nicht jeder sofort von konventionellem auf ökologisch, umweltfreundlich und sozial geprägtes, nachhaltiges Design umsteigen. Es gibt viele Möglichkeiten Kompromisse zwischen nachhaltigen und konventionellen Methoden zu finden: erstmal weiter konventionell drucken, aber auf Recyclingpapier; vorhandene Materialien mit dem neuen Design bedrucken und bei der Neubeschaffung auf nachhaltige Produkte achten. Kingshuk Das sagt: »Während die traditionelle Strategie rigorose Analyse und kritisches Denken erfordert, setzt sich Design Thinking für »Thinking by Doing« ein. Der Schlüssel ist, den Sweet Spot zwischen den beiden Ansätzen zu finden.« – »Thinking by Doing« dieser Ansatz kann auch beim Purpose Design angewandt werden. Erstmal ein neues Branding entwickeln, gestalten und testen, gegebenenfalls anpassen und dann die Prozesse und Materialien anpassen.

Purpose Design nochmal zusammengefasst:

  • Ein hochwertiges und ästhetisch überzeugendes Branding mit langer Lebensdauer entwerfen
  • Vorausschauend denken und solidarisch und umweltbewusst handeln
  • Bedacht und reduziert konsumieren (langlebiges Design, umweltverträgliche Materialien und Verfahren, Video-Calls statt Vor-Ort-Meetings etc.)
  • Die Zielgruppe in den Fokus stellen (Wie kann die Zielgruppe einen Beitrag leisten? Was tun wir für die Zielgruppe?)
  • Bei allen Schritten – von der Idee bis zum Endprodukt – auf Nachhaltigkeit und Sinnstiftung achten

Wir freuen uns auf sinnstiftende Gestaltung mit ökologisch und sozial engagierten Organisationen, die auch beim Design den Fokus auf Nachhaltigkeit und Ressourcenbewusstsein legen wollen.

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