Produktdesign – nicht nur schön, sondern auch praktisch

0 Comments Blog 21.01.2015 - 14:04 Uhr


Abbildung : © Delux – Fotolia.com

Produktdesigner – auch Industriedesigner genannt – gehören wohl zu den Berufsgruppen, von denen man entweder nicht weiß, was sie tun, oder sie zutiefst missversteht. Sobald der Wortstamm „-design“ fällt, denkt der Normalverbraucher erst einmal nur an die schönen Dinge im Leben. Doch sie darauf zu reduzieren, damit wäre den Produktdesignern Unrecht getan.

Herausforderungen des Produktdesigns

Laut einer Studie der Universität Mannheim hat das Produktdesign einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kunden. Dabei konnte das Produktdesign erstmals auf drei konkrete Bewertungskategorien hin messbar gemacht werden. Diese beziehen sich auf die visuellen Eigenschaften, die dem Kunden folgende drei Vorteile bieten:

  • Ästhetik: Aussehen und Schönheit des Produktes
  • Funktionalität: Erfüllt das Produkt der Optik nach seinen Zweck?
  • symbolische Funktion: Unterstützt das Produkt das Selbstbild des Konsumenten?

Aus diesen drei Bewertungskriterien wird klar, welches Ziel hinter dem Produktdesign steht: Funktionalität und Design eines Produktes sollen Hand in Hand miteinander gehen. Denn auch bei Nutzgegenständen, die nicht für den Konsumenten gedacht sind, sondern für die alltägliche Arbeit eines Betriebes benötigt werden, ist ein gutes, effizientes Design unabdingbar für einen reibungslosen Arbeitsablauf. Sogar eine Studie von HTC bewies bereits, dass gutes Design glücklich macht. Außerdem muss der Entwurf des Produktdesigners im industriellen Fertigungsprozess umsetzbar sein, denn es handelt sich nicht um Einzelstücke, sondern um in Masse produzierte Ware. Darüber hinaus muss bei dem Entwurf des Produktes auch beachtet werden, welche Mindest- oder Höchstvorgaben bezüglich Schwere, Größe, Helligkeit, Kosten und Griffigkeit des Produktes gelten. Auch ist vorgegeben, welche Anforderungen das Produkt in Hinblick auf die Brennbarkeit, die Stabilität, die Sicherheit und gesundheitliche Aspekte erfüllen muss. All diese Kriterien werden in einem Pflichtenheft zusammengefasst, welches der Produktdesigner vor Beginn eines Produktes erhält.
Die Schwierigkeit, der sich ein Industriedesigner stellen muss, ist, dass er für verschiedene Zielgruppen denken können muss. Je nach Produkt muss er sich gleichzeitig in Mediziner, Patienten und Techniker oder in Feuerwehrmänner oder eben in den Otto-Normal-Verbraucher hinein versetzen können. Bei manchen Produktgruppen müssen unter Umständen auch die Anforderungen verschiedener Zielgruppen in einem Produkt vereinbar sein.

Ein Praxisbeispiel

Ein Beispiel hierfür sind die Kisten und Sichtlagerboxen von ab-in-die-box.de. Die in Deutschland hergestellten Transportkörbe sind gleichermaßen für Obsthändler, Fleischer, Bäcker oder auch Werkstätten konzipiert und erfüllen die zielgruppenspezifischen Anforderungen. Dabei haben sie zentrale Merkmale gemeinsam: Boxen gleicher Breite sind unabhängig von der Länge stapelbar, jede Box verfügt über Etikettenfelder, sind aus Polypropylen hergestellt und nicht nur säurebeständig, sondern auch lebensmittelecht. Durch die Lebensmittelechtheit und die Säurebeständigkeit erfüllen die Boxen nicht nur die Anforderungen zur Arbeitssicherheit, die beispielsweise in einem Kfz-Betrieb anfallen, sondern auch die Voraussetzungen für die Lebensmittelverarbeitung, die ein Bäcker oder ein Fleischer erfüllen können muss. Den Anspruch, das Produktdesign für einen reibungslosen Arbeitsablauf auszulegen, erfüllt der Industriedesigner der deutschen Firma durch die Möglichkeit, die Kisten unabhängig von ihrer Länge zu stapeln und mit Etiketten zu versehen. Weitere Informationen zu dem Design der Boxen sind hier zu finden.

Praktisch und umweltschonend

Mit dem wachsenden Bewusstsein für den Umweltschutz muss sich das Produktdesign einer neuen Herausforderung stellen: dem sogenannten Ökodesign. Das Umweltbundesamt bezeichnet das Ökodesign als „umfassende Gestaltungsaufgabe der nachhaltigen Unternehmensführung“. Mit diesem Aspekt des Industriedesigns soll die Umweltbelastung durch ein Produkt über den gesamten Lebensweg desselben gemindert werden. Dementsprechend sollen die Anforderung des Produktdesigns durch den Aspekt der Umweltfreundlichkeit ergänzt werden. Die Aufgaben eines Produktdesigners sind nicht nur, sondern bleiben auch in Zukunft höchst komplex. Und wichtig, denn was wäre unsere Welt ohne gut designte Produkte.

Ähnliche Artikel

Abschied oder Aufbruch? Erste Gedanken zur Adobe Creative Cloud Funktionale Serifen? Designer = Schwamm. 10 Minutes Reading Time: Dumm und Dümmer Responsive Typography – Interview mit Oliver Reichenstein Wohnung schön und praktisch einrichten Inspirierendes Design im gemütlichen Eigenheim Möbeldesigner – Ausbildung, Möglichkeiten und Gehalt Andreas Waldschütz und Trockland lassen das Eiswerk Berlin neu erscheinen Innovative Designs mit Hilfe von 3D-Druckdienstleister Hochwertige Möbel und Haustiere: So klappt das Zusammenspiel Microjobs als Nebenverdienst Corporate Branding: Diese Marketing-Maßnahmen stützen die Unternehmensmarke Was muss man beim Webdesign beachten Designermöbel: Fashion für die eigenen vier Wände Design zum (Wohl-) Sitzen im Objekt WARUM IST DER SUBLIMATIONSDRUCK SO BELIEBT? Alltagsgegenständen eine persönliche Note verleihen – mit diesen Tricks wird das möglich Qualität bei Bademänteln – darauf kommt es an! Design und Planung – worauf kommt es bei Lagerhallen an? Teppiche aus Naturfasern: ökologisch, nachhaltig und fair Möbeldesign für ein neues Miteinander von Mensch und Natur Wie richtet man sein neues Haus ein? Coole App Ideen Mehr verkaufen im Internet 6 hilfreiche Tipps für den Garagenbau Ein perfektes Duett: Acrylmalerei und Abstrakte Kunst Die Valentinstagskarte als kreatives Geschenk Kugelschreiber mit Design: Warum es den Unterschied macht Digitale vs. Traditionelle Kunst: Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es? Die perfekte Inszenierung von Kunst Handy in Raten zahlen – lohnt es sich? Handyhüllen Designed in Germany Die beliebtesten Werbeartikel in Deutschland Verpackungsdesign studieren – ein Beruf mit Zukunft Design-Grundlagen für den CBD-Verkauf im Internet Ansätze zur Erstellung des eigenen Online-Magazins Eventmarketing Homeoffice einrichten – kleine Räume optimal nutzen Router-Design und Internetgeschwindigkeit – warum beides zusammenhängt Wie bereitet man den Campingurlaub vor? Produktdarstellung im Onlinehandel Sportliche Aktivitäten für mehr Kreativität Hochwertige Inhalte auf einer Website Schritt-für-Schritt-Bestellung von Visitenkarten So profitieren Unternehmen von psychoanalytischem Coaching Eigenschaften, die ein gutes Design im digitalen Zeitalter erfüllen muss Warum ein modernes Corporate Design so wichtig ist Schluss mit der Aufschieberitis Hochzeitsplanung made in Germany: Genauigkeit und Pünktlichkeit Das ist für den Versand von Designermöbeln wichtig Selbstständigkeit als Ziel? Innovative Ideen, um an Kapital zu kommen – inspiriert durch Serien und Filme Hollenegger Designgespräche – Anregende Ideen für die Zukunft Kreativität in unterschiedlichsten Branchen – Diese Design-Berufe haben Zukunft Digitale oder haptische Werbemittel – was lohnt sich? Design im Detail Heiße Sache – 3D-Ofen produziert Glasdach Trendfarbe Terracotta: Augenblicke voller Wärme Tipps für den Verkauf von hochwertigen Uhren Design und Haustiere – eine immer stärker wachsende Vielfalt Wie der Fortschritt die Arbeit von Designern beeinflusst Flyer für Ausstellungen planen – diese Tipps helfen Design Möbel verkaufen im Internet Diese drei Marketing-Tipps sollte jeder Schlüsseldienst befolgen Die Trendfarben für den Herbst/Winter 2020/21 Das sitzende Arbeitsleben: Schmerz ist normal Freiberuflich durch Corona – das müssen Freelancer jetzt wissen! Landingpage Design: Darauf kommt es an Friseur Design – vom Logo bis zur Einrichtung Beste Online-Kurse: So findet man diese Bilder machen Leute Selbstständig als Designer – das muss beachtet werden 5 hilfreiche Tipps für ein nachhaltiges Zuhause K-Beauty: Was macht den Hype um koreanische Kosmetik aus? Hochwertige Marketing-Werkzeuge für das eigene Unternehmen Starfolder 3D – wenn Dialogpost zeigt, was sie kann Sekundenkleber – was man wissen sollte Die neuen Möbeldesign-Trends für 2020 Fünf Tipps für ein gutes Portfolio Wohngebäudeversicherung abschließen: Kosten & Leistungen im Vergleich