Polypropen – Das steckt hinter dem Kunststoff

0 Comments Blog 26.01.2022 - 15:42 Uhr

Die Umwelt verlangt nachhaltigere Lösungen für Verpackungen. Diese sind oft aus Kunststoff gefertigt. In der Vergangenheit wurde dafür oft der inzwischen als schädlich bekannte Weichmacher PVC eingesetzt. Der Kunststoff PP kommt ohne Weichmacher aus und bringt noch eine Menge weiterer guter Eigenschaften mit sich.

Kunststoff

Was ist Polypropen?

Polypropen (kurz PP), oft Polypropylen genannt, handelt es sich um eine organische Molekülverbindung. PP besteht aus den Gasen Ethylen und Propylen. Diese beiden entstehen aus Rohöl. Als chemische Verbindung gehört PP zur Gruppe der Kunststoffe, den Polyolefinen, und entsteht durch die Polymerisation von Propen (verflüssigtes Gas, hochentzündlich). Polymerisation gehört zu den häufigsten Reaktionsarten, mit deren Hilfe Kunststoffe gebildet werden können: Die ursprünglichen Stoffe verbinden sich im Prozess wiederholend um ein Vielfaches (Kettenreaktion). Polypropen wird in der Regel aus Biomasse oder synthetischem Erdöl gewonnen bzw. nach Verwendung recycelt.

Die Eigenschaften von Polypropen

PP ist eng verwandt mit dem Kunststoff Polyethylen (PE). Beide Materialien werden inzwischen mindestens zu 30 Prozent für Verpackungsmaterialien eingesetzt und lassen sich gut recyceln. Auch wenn PP und PE ähnliche Eigenschaften aufweisen, hat PP einen entscheidenden Vorteil: Laut Verbraucherzentrale gilt PP als härter sowie hitzefester – dadurch können Behälter aus PP auch in die Mikrowelle. Hinzu kommt, dass der Stoff bei Temperaturen um die null Grad elastisch (thermoplastisch) bleibt. Ein entscheidender Faktor für das Designen von Produkten und Formen, z. B. via Spritzgussverfahren im Kunststoffwerk. Vorrangig für die Kunststoffverarbeitung eingesetzt, wird mit der sogenannten Spritzgießmaschine der Werkstoff verflüssigt und anschließend unter hohem Druck in eine Form gespritzt. Das zuvor erwärmte PP-Granulat nimmt nun die Form an und muss danach abkühlen sowie aushärten.

In puncto Gesundheit lösen PE und PP den umstrittenen Stoff PVC. Dieser enthält schädliche Weichmacher und krebserregende bzw. giftige Ausgangsstoffe (Chlor bzw. Vinylchlorid). Experten stufen PP und PE als weniger gesundheitsschädlich im Vergleich zu Kunststoffen wie PVC ein. PP gilt als äußerst robust und widerstandsfähig – gleichzeitig zersetzt es sich unter dem Einfluss von UV-Strahlung. Zusammen mit der Recyclingfähigkeit ist das eine echte Ansage an die Umweltverschmutzung, da Plastikmüll so erheblich reduziert werden kann.

Wo kommt Polypropen zum Einsatz?

Der thermoplastische Kunststoff PP wird mittlerweile in fast allen Industriezweigen genutzt und verarbeitet. Die Autoindustrie nutzt PP u. a. für die Fertigung von Karosserie- und Spiegel-Teilen. Der Kunststoff findet sich auch in der Textilindustrie zuhauf: Klamotten, Teppiche und weitere Bodenbeläge gehören dazu. Auch für die Herstellung von Containern und Kleintanks wird PP verwendet. Innerhalb den Bereichen Chemie und Pharma ist der Kunststoff in Leitungen verarbeitet, die Wasser und aggressive Flüssigkeiten transportieren. Des Weiteren auch für Spritzen, Diagnosegeräte, Werkzeug und Laborgefäße. Die Lebensmittelindustrie nutzt PP für alles, was zum Verpackungsmaterial gehört: Flaschen, Behälter und Kanister. Darüber hinaus auch in Haushaltsgeräten, Spielzeugen und Produktionsmaschinen. Die Bauindustrie nutzt Polypropen für Dämmung, Badausstattung und für die Produktion von Möbeln und Zubehör.

Wo geht in Zukunft hin?

Viele Experten und Umweltschützer prangern die Recyclingquote von Kunststoffen wie PP und PE an. Oft läge diese aktuell noch unter 50 Prozent, da Materialien wie beispielsweise Folien nach wie vor als schwer recyclebar eingestuft werden. Deswegen werden aus recyceltem PP meist keine neuen Verpackungen, sondern Gartenmöbel, Bänke und Stühle hergestellt. Allerdings gibt es inzwischen Verfahren in Europa, die zeigen, dass auch Materialien wie dehnbare Folien recycelt werden können. Um die Quote noch weiter zu erhöhen, müssen aktuelle Technologien vorangetrieben und das Produkt-Design stärker auf den Aspekt des Recyclings ausgerichtet sein.

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